Sonderausstellung für Horst Skodlerrak im Ostpreußischen Landesmuseum

Einen ganz eigenen Blick auf die Landschaften zeigen die Bilder des Malers Horst Skodlerrak. Foto: Ostpreußisches LandesmuseumLüneburg, 27.11.2019 - Unter dem Titel "Im Großen ganz klein" widmet das Ostpreußische Landesmuseum dem Maler und Grafiker Horst Skodlerrak anlässlich dessen 100. Geburtstag eine Sonderausstellung. Sie einen Überblick über das ganze Werk des Künstlers, von den Anfängen in Ostpreußen bis zu letzten Arbeiten. Die Ausstellung dauert vom 30. November bis 1. März.

Sodlerrak, 1920 geboren, stammte aus dem Dorf Jugnaten (Juknaiciai) im Kreis Heydekrug (Silute, heute Litauen). "Er war in vielen Landschaften unterwegs, aber welche auch immer er mit Pinsel, Zeichenstift oder Radiernadel darstellte, immer wurden es seine eigenen durch die ganz individuelle Art seiner Kunst", heißt es in der Ankündigung.

Skodlerrak kam nach 1945 nach Holstein, an die Lübecker Bucht. Seine Künstlerfahrten führten ihn auch nach Italien, Spanien, in den Orient. Aber Holstein blieb seine zweite Heimat, und in den Reflexionen seiner Arbeiten taucht auch immer wieder die Region um Silute/Heydekrug auf.

Die sparsam gestaltete Weite der Landschaften in vielen Werken Horst Skodlerraks erinnert nicht zuletzt an seine erste Ausbildung bei dem Landschaftsmaler Alfred Partikel (1888-1945) an der Königsberger Kunstakademie in den Jahren 1937 bis 1939. Es schloss sich für ihn ein Jahr Tätigkeit als Volksschullehrer im Memelland an.

Nach 1945 erlebte der Künstler schwere Jahre als freier Künstler. Doch fand er in dieser Zeit zu seinem eigentlichen Stil, der ihn unverwechselbar machte und die Grundlage seiner künstlerischen Bedeutung bildet. 1964 wurde er Dozent an der Kieler Kunstschule. Ansonsten blieb er freischaffender Künstler. Er starb 2001 in Lübeck.

Die Sonderausstellung wird Museumsdirektor Dr. Joachim Mähnert am Freitag, 29. November, um 18.30 Uhr mit einem Grußwort eröffnen. Der Eintritt ist frei.