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Wo sind die Parkplätze geblieben?

CDU verwundert über Vielzahl an Fahrradständern in der Uelzener Straße – Anfrage im Rat

Fahrradbügel, die offensichtlich niemand braucht. In der Uelzener Straße wurden 52 Stück aufgestellt, allein auf einer Straßenseite. Foto: LGheuteLüneburg, 16.03.2023 - Weniger Parkplätze, dafür Unmengen an Fahrradständern und ein überbordender Schilderwald – der Umbau der Uelzener Straße hat deutliche Spuren hinterlassen. Nachdem zunächst LGheute und dann auch die "Landeszeitung" über die Situation nach der mehr als einjährigen Umbauphase berichteten, hat sich nun die Politik der Sache angenommen.

In einer Anfrage an die Stadtverwaltung bittet die CDU-Stadtratsfraktion vor allem um Auskunft über die genaue Anzahl der weggefallenen Parkplätze, sowohl durch gezielte Streichung als auch durch das Aufstellen von Fahrradständern. Wie berichtet, hat die LGheute-Redaktion dort 52 Fahrradständer gezählt, weitere dürften noch hinzukommen, wenn auch die Kurparkseite der Straße saniert wird.

Wenig verwunderlich: die Fahrradständer werden so gut wie gar nicht in Anspruch genommen. Warum auch, denn ein Grund, hier Fahrräder in Mengen abzustellen, ist nicht erkennbar. Wer vom Bockelsberg oder gar aus Häcklingen oder Deutsch Evern mit dem Fahrrad in die Stadt fährt, wird sein Zweirad hier wohl kaum parken wollen, sondern in der Innenstadt.  

Nun also fragt die CDU nach. Konkret möchte sie diese Fragen beantwortet wissen:

  • Wie viele Parkplätze sind durch die Umgestaltung der Straße weggefallen?
  • Wie viele Parkplätze sind durch das Aufstellen der Fahrradständer weggefallen?
  • Wo wurden alternative Parkflächen für die Anwohner geschaffen?
  • Welche Berechnungsgrundlage liegt der Anzahl der aufgestellten Fahrradständer zugrunde?
  • Nach welchen Kriterien wurden die Standorte der Fahrradständer ausgewählt und wurden die Anwohner mit einbezogen?
  • Wie hoch sind die Erstellungskosten gewesen?
  • Welche Mehrkosten sind durch die Fahrrädständer entstanden?

Die Antworten erhofft sich die CDU in der übernächsten Sitzung des Rates am 27. April.