An der Dahlenburger Landstraße wird die Kanalisation zukunftsfit gemacht
Lüneburg, 29.10.2025 - Auf der Dauerbaustelle an der Dahlenburger Landstraße wird weiter kräftig gebuddelt. Aktuell werden dort Regenwasserschächte ins Erdreich gebracht, deren Ausmaße für Lüneburger Verhältnisse ungewöhnlich sind. Beeindrucke drei Meter Breite und drei Meter Höhe haben die Bauteile, die die AGL dort verlegen lässt. Als zentrale Bausteine sollen sie für ein zukunftssicheres Regenwassersystem sorgen.
"In den Schächten wird später eine mechanische Vorrichtung, der sogenannte Drosselschieber, eingebaut", erklärt Rafael Künstler, Bereichsleiter Kanalisation und Gewässer bei der AGL Abwasser, Grün & Lüneburger Service GmbH. Dieser Drosselschieber soll dafür sorgen, dass bei starken Regenfällen das Wasser dosiert abläuft und das Kanalnetz nicht überlastet wird.
Die Anlage ist laut Stadtverwaltung für ein zehnjähriges Regenereignis ausgelegt – sie soll also auch mit besonders heftigen Wetterlagen zurechtkommen. Bis zur Kreuzung Markus-Heinemann-Straße entstehen bis Anfang 2027 noch drei weitere Schächte mit zusätzlichen Stauraumkanälen. Zugleich werden die angrenzenden Straßenkanäle abschnittsweise in den kommenden Jahren erweitert und das Regenrückhaltebecken am Schiergraben modernisiert.
Mit den Maßnahmen soll Lüneburg "fit gemacht werden für den Klimawandel", wie das Rathaus erklärt. Hierzu soll auch die Kanalisation beitragen, die im Umfeld der Bahnhofunterführung höhere Kapazitäten bei Starkregenereignissen schafft.

