Auch der Linken-Politiker will Oberbürgermeister von Lüneburg werden
Lüneburg, 19.01.2026 - Drohen Lüneburg demnächst Berliner Verhältnisse? Was in der Bundeshauptstadt schon nicht klappt – Mietendeckel-verhinderter Wohnungsbau, dysfunktionale Verwaltung, Dauersubventionierung auf Kosten Dritter oder auch mal tagelange Stromausfälle – könnte womöglich Vorbild für Lüneburg werden. Das jedenfalls steht im Raum, denn ein Politiker der Linken, die für das seit Jahren bekannte Berlin-Drama mitverantwortlich sind, will Oberbürgermeister von Lüneburg werden: Thorben Peters.
"Wenn Wohnen arm macht, wenn immer mehr Menschen um ihre Wohnung fürchten müssen und elementare Lebensbereiche dem Profit überlassen werden, dann läuft etwas grundlegend falsch. Wohnen ist ein Menschenrecht", behauptet Thorben Peters und stellt sich damit in die Reihe der Linken-Politiker, die in Berlin den Mietendeckel eingeführt haben mit der Folge, dass Wohnungsbau-Unternehmen seitdem einen großen Bogen um die Stadt machen, der Neubau von Wohnungen dort nahezu zum Erliegen gekommen ist und Wohnungen auf dem Mieten-Schwarzmarkt oft nur unter der Hand zu haben sind.
Peters, langjähriger Sozialarbeiter in Lüneburg und hier inzwischen Chef der Obdachlosenhilfe "Herberge plus", ist Landesvorsitzender der Linken in Niedersachsen – der Partei, die trotz mehrfacher Umbenennung immer noch Rechtsnachfolgerin der SED aus DDR-Zeiten ist und das Land bekanntlich politisch, moralisch und wirtschaftlich in den Abgrund geführt hat.
"Ich kandidiere, um gemeinsam mit vielen anderen für soziale Sicherheit, für das Recht auf bezahlbares Wohnen und für eine Stadt zu kämpfen, die allen gehört und nicht nur denen, die sie sich leisten können.". Wie der 38-Jährige seine politischen Ambitionen umsetzen will, dazu sagte er nichts. Anzunehmen ist, dass es in Lüneburg so laufen soll wie in bei den Genossen in Berlin..
Ob Peters tatsächlich als OB-Kandidat antreten darf, entscheidet die Kreismitgliederversammlung seiner Partei am 21. Januar. Er wäre damit der dritte Kandidat, der für das Amt des Oberbürgermeisters von Lüneburg bei der Kommunalwahl am 13. September antritt. Neben ihm haben bereits Amtsinhaberin Claudia Kalisch (Grüne) und Frank Soldan (FDP) ihre Kandidatur erklärt.

