Lüneburger AfD-Stadtratsfraktion kann damit wieder auf vier Mitglieder anwachsen

Sebastian Deffner wird neues Mitglied der AfD-Stadtratsfraktion in Lüneburg. Foto: nghLüneburg, 03.10.2019 - Der AfD-Politiker Prof. Dr. Gunter Runkel wird zum Jahresende sein Mandat im Lüneburger Stadtrat niederlegen. Das kündigte der 72-Jährige in der jüngsten Stadtratssitzung an. Für ihn wird AfD-Kreisvorstandsmitglied Sebastian Deffner nachrücken, der dann auch wieder Teil der Fraktion werden wird, wie der Kreisverbandsvorsitzende Stephan Bothe mitteilte. Die AfD-Stadtratsfraktion werde damit wieder komplett mit vier Ratsmitgliedern vertreten sein und somit ihre Stimmrechte in den Ausschüssen und ihre Mandate in den Aufsichtsräten zurückerhalten.

"Ich freue mich außerordentlich über diese Entwicklung. Die Situation, eine nicht komplette Fraktion im Stadtrat zu haben, war für uns alle unbefriedigend", sagte Bothe nach Runkels Bekanntgabe. Der hatte zu Beginn des Jahres seinen Austritt aus der Stadtratsfraktion erklärt, sein Mandat aber behalten. Die Fraktion hatte daraufhin ihre Stimmrechte in Ausschüssen und Sitze in Aufsichtsräten verloren, die nun wieder an die Fraktion zurückgehen werden. 

Der Stadtratsvorsitzende Robin Gaberle kündigte an, durch die wieder vollständig hergestellte Stärke der Fraktion und die wiedererlangten Stimmrechte den politischen Forderungen seiner Fraktion "wieder volle Schlagkraft zur Durchsetzung der Interessen der Bürger Lüneburgs" zu geben. 

Als Grund für seine Mandatsniederlegung nannte Runkel die Belastung durch die Übernahme des Mandats im Lüneburger Kreistag. Dort war Runkel auf Frank Rinck gefolgt, der Mitte des Jahres wegen seines Wohnsitzwechsels sein Mandat niederlegen musste.