Im Hanseviertel baut die Lüwobau ein weiteres Mehrfamilienhaus 

Beim Spatenstich ganz aktiv: (v.l.) Frank Möller vom Architektenbüro Möller/Gropp, Henning Müller-Rost und Heiderose Schäfke von der Lüwobau sowie Oberbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender Ulrich Mädge und Sparkassen-Hanse-Immobilien-Geschäftsführer Hermann Struck beim ersten Spatenstich. Foto: Stadt LüneburgLüneburg, 07.10.2019 - In Lüneburg wird weiter gebaut. In der vergangenen Woche fand der obligatorische erste Spatenstich für ein Mehrfamilienwohnhaus in der Carl-Gottlieb-Scharff-Straße im Hanseviertel statt. Bauherrin ist die stadteigene Lüwobau GmbH. Entstehen werden 36 Wohnungen nach dem Vorbild des Wohngebäudes in der Elisabeth-Maske-Straße, das im nördlichen Speicherquartier im Mai 2017 seine ersten Mieter begrüßte. Ein Großteil sind Wohnungen im niedrigen Mietpreissegment.

30 Wohnungen werden mit NBank-Mitteln gefördert und bieten mit 40 bis 60 Quadatmeter Platz für ein bis zwei Personen, die über einen Wohnberechtigungsschein (WBS) verfügen. Die Erstmiete beträgt 6,10 Euro pro Quadratmeter netto kalt. Sechs weitere Wohnungen mit 42 bis 75 Qaudratmetern entstehen im Staffelgeschoss. Diese werden frei (ohne WBS) vermietet. Die ersten Mieter können voraussichtlich Anfang 2021 einziehen, teilt die Pressestelle der Stadt mit.

Eigentlich hätte der Start schon früher erfolgen sollen, doch Anfang des Jahres habe man zwei Bauvorhaben auf Eis legen müssen, erklärte Heiderose Schäfke, Geschäftsführerin des Wohnungsbauunternehmens. Die Verabschiedung der neuen Förderrichtlinien des Landes Niedersachsen hätte auf sich warten lassen. Statt im Februar, sei sie erst im Juli 2019 in Kraft getreten.

"Aufgrund der seriellen Bauweise – in der Elisabeth-Maske-Straße haben wir dieses Modell bereits erfolgreich umgesetzt – konnten die Kosten deutlich reduziert werden", berichtet Henning Müller-Rost, Prokurist und technischer Leiter der Lüwobau. An der Qualität des Baukörpers musste somit nicht gespart werden. Gut 40 Prozent des Auftragsvolumens konnte an Handwerksunternehmen in Stadt und Landkreis vergeben werden, weitere 55 Prozent werden von Gewerken aus der Region übernommen, ergänzte die Geschäftsführerin. 

Ihren Dank für eine hervorragende Zusammenarbeit richtet Schäfke insbesondere an die Stadtplanung und die Sparkassen Hanse Immobilien GmbH als Erschließungsträger und Verkäufer des Grundstücks. "Die Kommunikation war vorbildlich. Es gab frühzeitig verbindliche Abstimmungen, unsere Wünsche und Anregungen wurden weitestgehend berücksichtigt. Das ist nicht selbstverständlich!"

Oberbürgermeister Ulrich Mädge, zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der Lüwobau, sagte: "Wir brauchen mehr bezahlbaren Wohnraum für Lüneburg. Deshalb freue ich mich, dass es nach einem Jahr der Verzögerung hier im Hanseviertel nun losgeht. Wir können unsere Zusage also einhalten, die 350 versprochenen neuen Wohnungen im sozialen Segment zu schaffen. 155 haben wir bereits auf der Liste, nun kommt mit 90 weiteren noch einmal ein ordentlicher Schwung dazu. Noch weitere sollen mit dem Wohnungsbauvorhaben in Wienebüttel folgen, sobald dort der Bebauungsplan steht."