21.07.2026 - "Etwas Plumperes als diese Antwort von Frau Brosius-Gersdorf habe ich noch nicht gelesen. Ein Segen, dass sie nicht im höchsten deutschen Gericht sitzt, das über die Werteordnung der Verfassung wacht", entgegnet der CDU-Politiker Armin Laschet auf die Einlassung von Frauke Brosius-Gersdorf zur Leihmutter-Kontroverse, mit der sie behauptet, die Union wolle "einen paternalistischen Staat, der am besten weiß, was für Frauen und auch für potenzielle Leihmütter gut ist". Zur Erinnerung: Die CDU/CSU-Union im Deutschen Bundestag verhinderte die Ernennung von Brosius-Gersdorf zur Richterin am Bundesverfassungsgericht.


Was Plumpheiten anbelangt, ist der heutige CDU-Hinterbänkler Armin Laschet, bekanntlich Experte. Das stellte der damalige CDU-Kanzlerkandidat und nordrhein-westfälische Ministerpräsident am 17. Juli 2021 unter Beweis, als er gemeinsam mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier das schwer vom Hochwasser getroffene Erftstadt besuchte.
Während Steinmeier eine bewegende Ansprache hielt und den Hinterbliebenen der Katastrophenopfer sein Mitgefühl aussprach, war Laschet in Nahaufnahme unter den sich hinter dem Redner in die Fernsehkameras drängenden Statisten zu sehen, wie er heftig lachte und ungeniert scherzte. Später wurde bekannt, dass Laschet sich in diesem Moment über den örtlichen CDU-Landrat Frank Rock lustig gemacht hatte. Der Grund für die ausgelassene Feixerei war ein satirischer Austausch über die Körpergröße des Bundespräsidenten und dessen zuvor erfolgte, vermeintlich unvollständige protokollarische Begrüßung durch den erst wenige Monate zuvor ins Amt gewählten Landrat des des Rhein-Erft-Kreises.
Nicht das Argument angreifen, sondern die Person.
Auch das ist plump.