Erste städtische Erzieherinnen geimpft – Testangebote laufen weiter

Die Erzieherinnen und Erzieher der Kita Heidkamp gehörten zu den Ersten, die im Lüneburger Impfzentrum den Pieks erhielten. Foto: Stadt LüneburgLüneburg, 11.03.2021 - Beim Impfen bislang eigentlich noch nicht vorgesehener Gruppen geht es nun offenbar doch allmählich voran. Mit dem Team der Kita Heidkamp ging es in Lüneburg gestern los, in der kommenden Woche sollen auch die Mitarbeiter der übrigen städtischen Kitas die Möglichkeit erhalten, sich gegen Corona impfen zu lassen – obwohl sie nach den vorgegebenen Kriterien noch nicht an der Reihe gewesen wären. Inzwischen hat aber das Land Niedersachsen das Impfen der besonders belasteten Beschäftigten in Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen freigegeben. 

Gestern konnten sich die Belegschaften zweier städtischer Einrichtungen zum Impfen direkt im Impfzentrum einfinden, am Freitag, 19. März, und bei Bedarf an weiteren Tagen soll es dann Impfangebote für alle übrigen der rund 400 städtischen Kita-Beschäftigten gesammelt in einer Kita geben, teilt die Stadtverwaltung mit. Die Kitas bleiben jeweils am Impftag komplett geschlossen. Die Eltern werden von den Leitungen direkt informiert.

Die Beschäftigten der Freien Kitas in der Stadt bzw. der Kindertagespflege sollen direkt vom Impfzentrum kontaktiert werden. Dazu seien die Daten bei der Stadtverwaltung abgefragt worden. Hinsichtlich der städtischen Mitarbeiter in Schulen will sich die Stadt mit dem Land Niedersachsen kurzschließen, da Lehrkräfte als Landespersonal geführt werden. Die Hausmeister- und Verwaltungskräfte, die unter städtischer Regie arbeiten, sollen dann beim Impfen gleich mitbedacht werden, erklärte die Stadtverwaltung.

Unabhängig vom Impfen laufen auch die Testangebote der Hansestadt Lüneburg weiter, und zwar bis zu zweimal die Woche als freiwilliges Angebot sowohl für Beschäftigte in städtischen Kitas, in Kitas anderer Träger sowie für Tagespflegepersonen. Während das Land und der Landkreis einen Test pro Woche finanzieren, übernimmt die Hansestadt die Kosten für einen weiteren Test pro Woche, und zwar mit Blick auf die Vielzahl der engen Kontakte, die bei Betreuungskräften im Umgang mit Kindern praktisch nicht vermeidbar seien, wie die Stadtverwaltung erklärt. Das Angebot läuft vorerst weiter bis Ende März. Die Tests würden überwiegend von privaten Dienstleistern übernommen – und mehr und mehr durch eigenes, durch das Gesundheitsamt des Landkreises Lüneburg geschultes Personal. 

Wie das Testangebot des Bundes - einmal pro Woche kostenlos für alle Bürgerinnen und Bürger - vor Ort möglichst dezentral und unbürokratisch realisiert werden soll, dazu ist die Hansestadt noch in engem Austausch mit dem Landkreis. Informationen dazu folgen. Das Land Niedersachsen informiert auf seiner Internetseite, die "nationale Teststrategie soll bis Anfang April schrittweise umgesetzt werden".