Oberbürgermeister appelliert an Unternehmen – Stadt erhöht auf vier Teststationen 

Statt Bratwürste werden in dieser Station am Marienplatz von nun an Corona-Tests angeboten. Foto: Stadt LüneburgLüneburg, 12.04.2021 - Wann kommt die "Modellstadt" Lüneburg? Und kommt sie überhaupt noch? Wegen des auf Bundesebene geplanten Infektionsschutzgesetzes, das neue Corona-Gesetze und Verordnungen bringen kann, sind diese Fragen weiterhin offen. Das niedersachsenweite Modellprojekt, an dem auch Lüneburg teilnehmen darf, ist deshalb wie berichtet bis auf Weiteres vorerst ausgesetzt. Ein Innehalten beim Testen soll es in Lüneburg dennoch nicht geben.

In Lüneburg soll es ungeachtet der offenen Situation weiterhin großzügige Testangebote für Bewohner der Stadt, des Landkreises und andere geben. So sollen nicht nur die ursprünglich für das Modellprojekt geplanten zusätzlichen Teststationen erhalten bleiben, auch appelliert die Stadt an alle Betriebe und Geschäfte mit Publikumsverkehr, die dafür erforderliche Luca-App zu nutzen. Betriebe könnten die Luca-App ebenso kostenlos nutzen wie Privatpersonen, das Lüneburger Gesundheitsamt habe in Vorbereitung des Modellprojekts eine Lizenz erhalten und sei auf die Arbeit mit Luca vorbereitet, so die Stadtverwaltung.

Ein zentrales Element beim Modellstadt-Projekt sind die Testverpflichtungen. An diesen soll auch festgehalten werden. Mädge: "Die Vorsichtigen und Verantwortungsvollen lassen sich schon jetzt testen, achten auf Abstände und Regeln." Es gebe aber auch die Anderen. Hier hätte das Modellprojekt, wenn es denn gekommen wäre, durch Negativ-Tests und Tagestickets ein Plus an Sicherheit für alle erwirkt, ist Mädge überzeugt. "Jede Kundin, jeder Kunde hätte im Modell-Geschäft gewusst: Vor mir können heute in dieser Umkleidekabine nur Personen gewesen sein, die für diesen Tag ein negatives Testat haben. Auch das Personal wäre täglich getestet worden. Dieses Plus an Sicherheit haben wir ohne Modell nicht."

Als Oberbürgermeister bleibe ihm daher derzeit nur der Appell an alle Lüneburger, die eingerichteten und erweiterten Testangebote zu nutzen, die auch losgelöst vom Modellprojekt bestehen bleiben. Seinen Appell zur Teilnahme an den freiwilligen und kostenlosen Testungen richtet Mädge aber nicht nur an die Unternehmen in der Innenstadt, sondern alle Unternehmen im gesamten Stadtgebiet.

Ab sofort bieten ASB und DRK an diesen vier Stationen Corona-Schnelltests an:

  • An den Sülzwiesen (Drive-In), Montag bis Sonntag, 9 bis 17 Uhr.
  • Glockenhaus, Montag bis Sonntag, 8 bis 16 Uhr.
  • Ehemaliger Exerzierplatz, Konrad-Zuse-Allee (Drive-In), Montag bis Sonntag, 9 bis 17 Uhr.
  • Marienplatz, Montag bis Sonntag, 9 bis 17 Uhr.

Am Montag, 19. April, soll auch die Teststation auf dem Bahnhofsvorplatz ihren Betrieb aufnehmen. Die für das Modellprojekt geplante Teststation am Reichenbachplatz wird vorerst nicht in Betrieb genommen.