08.01.2026 - Alles sollte besser werden: die Busse, die Freundlichkeit der Busfahrer, die Kommunikation und überhaupt. Moin, das etwas misslungen geratene Kürzel für die neue Mobilitätsgesellschaft des Landkreises Lüneburg, hatte sich viel vorgenommen, als das Unternehmen ins Leben gerufen wurde. Denn wie so oft war auch dieses Mal die Politik davon überzeugt, alles besser machen zu können als die vor allem von linker Seite gern kritisierte Privatwirtschaft. Nun aber zeigt sich, dass erstens nicht immer Sommer ist und auch Kommunikation gelernt sein will.
Dass mit Beginn des Jahres der Winter seine Krallen zeigen kann, daran hat offenbar niemand in der Moin-Führung gedacht. Warum auch, schließlich sorgt ja der Klimawandel dafür, dass man sich über witterungsbedingte Notfall-Pläne keine Gedanken mehr zu machen braucht.
Doch plötzlich kommt alles ganz anders. Schnee sorgt für glatte Straßen, Busfahrer werden plötzlich krank, Fahrpläne kommen ins Trudeln. Während die meisten Buskunden bis hierher noch mitmachen und Einschränkungen zumeist kritiklos akzeptieren, hört es bei einem Punkt auf: bei der Unfähigkeit der Moin-Truppe, die durchaus erwartbaren Probleme angemessen zu kommunizieren.
An den Haltestellen darfg deshlab Bgerätselt werden: Fährt der Bus noch oder nicht und wenn ja, wann? Informationen wie diese sollten im Zeitalter der Sofort-Erreichbarkeit durch die digitalen Medien eigentlich selbstverständlich sein. Nicht so bei Moin. Hier werden Kunden allein gelassen, weil es offenbar keinerlei Krisen-Management bei den Verantwortlichen gibt.
Dass die elektronischen Anzeigetafeln, die genau für solche Situationen wichtig sind, in Lüneburg genau dann nicht funktionieren, obwohl der Landkreis seit rund 15 Jahren daran herumdoktort, ist nicht hinnehmbar. Auch nicht, dass am Abend mitgeteilt wird, dass am nächsten Morgen mit Einschränkungen zu rechnen ist, weil Gelenkbusse aus Sicherheitsgründen nicht eingesetzt werden. Super. Nur wem soll damit geholfen werden, wenn niemandem klar ist, wo die Gelenkbusse eigentlich fahren sollten?
Für winterliche Engpässe im Busverkehr haben die meisten Verständnis. Nicht aber für eine Unternehmens-Kommunikation, die mehr Verwirrung stiftet als Klarheit schafft. Dass nun die Politik sich das Thema vornimmt, ist zu begrüßen. Vergessen werden sollte dabei aber nicht, dass genau sie es war, die Moin ins Leben gerufen hat.
Ein Kommentar von Ulf Stüwe
zum Beitrag "Einschränkungen im Busverkehr angekündigt"

