19.01.2018 - Alle wollen aufs Gymnasium. Das ist ehrenwert, aber sinnlos. Denn allen politischen Bemühungen zum Trotz, möglichst jedem den Zugang zu akademischen Würden zu ermöglichen, wird nicht jeder die erforderlichen Qualifikationen dafür mitbringen. Da nützt es auch nichts, wenn die Anforderungen immer tiefer geschraubt werden, damit auch der Schlichteste im Geist noch zu seinem Abitur kommt. Es wäre ohnehin kontraproduktiv, da er spätestens an den Universitäten scheitern und auch als Lehrstellenbewerber bei vielen Arbeitgebern als überqualifiziert gelten wird. Warum sollte auch der dringend benötigte Bäckergeselle einen Hochschulzugang vorweisen? Doch es gibt eine Lösung.

Der schnellste und einfachste Weg besteht darin, einfach alle weiterführenden Schulen zu Gymnasien zu erklären. Schwachsinn? Warum? Schließlich hat man es hierzulande so ja auch schon mit den Hauptschulen gemacht, die, damit sich niemand zurückgesetzt fühlt, jetzt Oberschulen heißen. Und damit zwischen richtigen Gymnasien und Fake-Gymnasien noch unterschieden werden kann, könnte man die ersteren dann ja Ober-Gymnasien nennen. Schöner Nebeneffekt: So könnten Stadt und Landkreis Lüneburg auch sündhaft viel Geld für den geplanten Neubau weiterer Gymnasien sparen. 

Ein Kommentar von Ulf Stüwe
zum Beitrag "Auch Oedemer dürfen auf ihr Gymnasium"