18.02.2018 - Jürgen Krumböhmer ist nicht zu beneiden. Die Planung einer Halle für eine Bundesliga-Mannschaft ist kein Kinderspiel, schon gar nicht für einen Ersten Kreisrat. Doch wenn's nur das wäre. Krumböhmer muss sich auch noch mit haufenweise Wünschen rumschlagen, seit die Pläne für den Bau einer Veranstaltungshalle bekannt wurden. So kamen schnell Forderungen auf, auch über Veranstaltungen laut nachzudenken, die weniger mit Volleyball, dafür aber mit noch mehr Kommerz zu tun haben. Denn die Stadt, die als Zahler ebenfalls mit im Boot ist, braucht eine neue Nordlandhalle. Über das entstandene Konzept-Chaos ärgert sich nun Krumböhmers Chef. Warum eigentlich?

Hätte Landrat Manfred Nahrstedt nicht wissen müssen, dass beides – Veranstaltungs- und Trainingshalle für Bundesliga-Spieler auf der einen und ein Vamos im Nordlandhallen-Format auf der anderen Seite – nicht gleichzeitig zu haben ist? Doch hätte er. Und alle anderen wissen es auch. Doch die Begehrlichkeiten sind wie immer groß bei Projekten dieser Kategorie, und mitreden will und muss ja ohnehin jeder.

Zwar gaben den Anstoß für den Bau einer Halle die SVGler mit ihrem Aufstieg in die Bundesliga. Dass dieser aber von einer Dauer sein wird, der auch einen millionenschweren Hallenbau rechtfertigt, können noch nicht einmal die Volleyballer selbst garantieren. Ihnen daher eine Halle hinzustellen, ohne gleichzeitig auch über andere Nutzungsarten nachzudenken, wäre mehr als fahrlässig. Das dämmert nun offenbar selbst Manfred Nahrstedt. Der muss nun zusehen, wie er die Kuh vom Eis bekommt.

Ein Kommentar von Ulf Stüwe
zum Beitrag "Nahrstedt von Arena-Misstönen genervt"