SPD-Unterbezirk Lüneburg schlägt Jakob Blankenburg als Kandidat vor 

Jakob Blankenburg will für die SPD im Wahlkreis 37 antreten. Foto: Jakob BlankenburgLüneburg, 24.01.2021 - Der Bundestagswahlkampf 2021 naht mit großen Schritten. Wer aber soll für die hiesige SPD in den Bundestagswahlkampf 2021 ziehen? Die Spitzen der SPD in Lüneburg habe ihre Entscheidung getroffen. Die Wahl des Vorstands des Unterbezirks Lüneburg für ihren Kandidaten im Wahlkreis 37 fiel auf den Bienenbütteler Jakob Blankenburg. Für welche politischen Ziele der 23-Jährige sich dabei einsetzen will, erklärte er gegenüber LGheute. 

"Durch Corona ist die Schere zwischen arm und reich noch größer geworden, das darf nicht sein", führt Jakob Blankenburg als ersten Punkt seiner Wahlkampfagenda an, sollte er nach dem Votum des Unterbezirksvorstands auch von den SPD-Mitgliedern für einen Listenplatz zur Bundestagswahl nominiert werden. Sein Plädoyer lautet daher: Erhöhung des Mindestlohns. Zugleich müsse aber auch ein staatliches Investitionsprogramm aufgesetzt werden, um genau diejenigen nicht arbeitslos werden zu lassen, deren Arbeitsplätze wegen Corona gefährdet seien.

Als sein "Herzensthema" aber bezeichnet der 23-Jährige den Schutz der Umwelt: "Wir müssen unsere natürlichen Lebensgrundlagen erhalten." Auf diesem Gebiet sei er "politisiert" worden und hat sich dabei politisch gegen das umtrittene Fracking engagiert. Auch sei ein stärkeres "Bio"-Bewusstsein in der Gesellschaft wichtig, "aber so, dass man es sich auch leisten kann". In der Corona-Krise sieht er deshalb auch die Chance, die Gesellschaft stärker auf ökologische Vorgaben hin auszurichten, es gelte, "den Wandel zu beschleunigen". Und natürlich engagiere es sich auch beim "Kampf gegen Rechts und gegen Hass und Hetze".

Wer Jakob Blankenburg zuhört, hat nicht das Gefühl, einen politischen Newcomer vor sich zu haben, vielleicht, weil nicht alles radikal neu klingt, was er sagt und er schon früh in die SPD eingetreten ist. Hier schaffte er es, sich in deren Jugendorganisation bis an die Spitze zu setzen, seit 2017 ist er Vorsitzender der Jusos in Niedersachsen, 2018 wurde er in den Landesvorstand der SPD Niedersachsen gewählt. Blankenburg ist seit 2016 Ratsherr in der Einheitsgemeinde Bienenbüttel sowie Abgeordneter im Kreistag von Uelzen. 

Der Noch-Student der Politikwissenschaften – "Ich bin in den letzten Zügen vor dem Bachelor" – kümmert sich nebenbei um die Pressearbeit der Landtagsfraktion und kann dabei auf Erfahrungen aus früheren Anti-Fracking-Kampagnen zurückgreifen wie auch auf aus seiner Mitarbeit in einer Berliner Werbeagentur, die sich in den Dienst politischer Parteien und Verbände gestellt hatte. 

Dass er als Kandidat antreten kann, hat er auch Lüneburgs SPD-Ortsvorsitzender Hiltrud Lotze zu verdanken. Sie saß eine Legislaturperiode bis 2016 für die SPD im Bundestag und ist dort auch als Nachrückerin seit November 2020 wieder. Eine erneute Kandidatur aber strebt sie laut Unterbezirk nicht an.

Lüneburgs Unterbezirksvorsitzende und Landtagsabgeordnete Andrea Schröder-Ehlers zeigt sich begeistert von dem jungen Kandidaten: "Mit Jakob Blankenburg hat sich ein engagierter Sozialdemokrat gefunden, der aktiv mitgestalten möchte und auf Menschen zugehen kann."

Der Vorstand sprach sich einstimmig für Blankenburg aus. In den kommenden Wochen wird er sich auf digitalen Konferenzen bei den Mitgliedern in den Unterbezirken Lüneburg und Lüchow-Dannenberg vorstellen. Die Entscheidung über die Bundestagkandidatur für den Wahlkreis 37 treffen die Delegierten der Ortsvereine bei der Wahlkreiskonferenz dann am 6. März  in Hitzacker.