Erhebung zeigt Engagement in sozialen Medien – Männer aktiver als Frauen 

Kommentieren, posten, twittern - es gibt viele Möglichkeiten, seine Meinung im Netz zu äußern. Foto: LGheuteHannover, 11.01.2020 - Gut jede zehnte in Niedersachsen lebende Person äußert ihre Meinung zu politischen oder sozialen Themen auf Webseiten wie zum Beispiel in Blogs oder in sozialen Netzwerken. Zu diesem Ergebnis kommt das Landesamt für Statistik in Niedersachsen (LSN) nach einer Erhebung zur Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien in privaten Haushalten (IKT) im vergangenen Jahr. Dabei wurden zum ersten Mal Internetaktivitäten im gesellschaftspolitischen Bereich abgefragt. 

Gut 15 Prozent aller befragten Personen nahmen darüber hinaus an Beratungen oder Abstimmungen zu politischen, sozialen oder kommunalen Themen im Netz teil. 

Laut LSN äußerten sich Männer häufiger gesellschaftspolitisch im Netz als Frauen. Besonders deutlich sei dies bei der Meinungsäußerung zu politischen oder sozialen Themen geworden. Während rund 13 Prozent der männlichen Personen ab zehn Jahren angaben, hier aktiv zu sein, lag der Anteil der weiblichen Personen lediglich bei gut 8 Prozent.

Zu den sozialen Netzwerken im Internet zählen zum Beispiel Facebook, Twitter und Instagram. Diese wurden von annähernd 57 Prozent aller befragten Personen genutzt, insbesondere von Personen im Alter zwischen 16 und 24 Jahren, von denen mehr als 85 Prozent hier aktiv waren. Personen mit einem niedrigen Bildungsstand nutzten soziale Netzwerke häufiger als Personen mit einem mittleren oder hohen Bildungsstand. So lag der Anteil der Nutzerinnen und Nutzer mit einem niedrigen Bildungsstand bei fast 67 Prozent, bei den Personen mit einem mittleren oder einem hohen Bildungsstand hingegen nur bei rund 52 bzw. 56 Prozent.

Die Nutzung von Sofortnachrichtendiensten wie WhatsApp und Skype wurde mit einem Anteil von fast 81 Prozent von einem noch höheren Anteil der Bevölkerung ab zehn Jahren genutzt. Dabei waren Personen im Alter von 16 bis 24 Jahren mit gut 98 Prozent und Personen im Alter von 25 bis 44 Jahren mit knapp 93 Prozent besonders stark vertreten, aber auch gut 49 Prozent der Personen ab 65 Jahren nutzten diese Art der Kommunikation.