Kreis ändert Satzung – Weitere Ausfallzeiten in Krisensituationen

Lüneburg, 22.05.2020 - Tageseltern sollen bei außergewöhnlichen Ereignissen wie der Corona-Pandemie künftig besser abgesichert werden. Eine entsprechende Satzungsänderung beschloss der Kreistag in seiner jüngsten Sitzung. Die neue Fassung sieht vor, dass die Betreuungspersonen nun weitere Ausfallzeiten von höchstens vier Wochen erhalten. Dadurch will die Politik die Folgen des Corona-Shutdowns abmildern und Tageseltern unter die Arme greifen.

Anlass für die Änderung war der Umstand, dass Tagespflegeeinrichtungen während der Corona-Krise zuletzt wochenlang geschlossen waren. Während dieser Zeit mussten die Tagesmütter und -väter zum Teil sämtliche bezahlte Urlaubs- und Krankheitstage aufbrauchen. Aus diesem Grund befürchteten die Betroffenen, dass sie bei Krankheit im laufenden Jahr in finanzielle Not geraten könnten. Mit der Entscheidung des Kreistages haben sie Anspruch auf Weiterbezahlung.

Eine zweite Satzungsänderung, die mit dem Kreistagsbeschluss Gültigkeit besitzt, ist unabhängig von der Corona-Situation: Ab sofort werden Tageseltern auch dann voll weiterbezahlt, wenn ein Kind aus ihrer Gruppe aufgrund von Krankheit oder Urlaub fehlt.

"Tagesmütter und -väter leisten einen unersetzlichen Beitrag bei der Betreuung von Kindern im Krippenalter", betont Yvonne Hobro, Leiterin des Fachbereichs Soziales beim Landkreis Lüneburg. "Sie helfen uns, unserem Betreuungsauftrag nachzukommen. Deshalb haben wir als Verwaltung vorgeschlagen, die Kindertagespflege abzusichern."