Das Gymnasium Oedeme startet mit weniger fünften Klassen als bisher

Das Gymnasium Oedeme ist bei Schülern und Eltern sehr beliebt. Künftig sollen aber sechs 5. Klassen reichen, um der Nachfrage gerecht zu werden. Foto: LGheuteLüneburg, 11.02.2019 - Nur noch sechs Klassen für den Jahrgang 5: Ab dem kommenden Schuljahr tritt am Gymnasium Oedeme eine neu festgelegte Zügigkeit in Kraft. Das hat der Schulausschuss des Landkreises Lüneburg als Schulträger jetzt entschieden. Die Abstimmung folgte auf die kürzlich übertragene Schulträgerschaft für Rettmer und Häcklingen auf die Hansestadt. Die Kreisverwaltung geht davon aus, dass damit am Gymnasium Oedeme künftig mit weniger Anmeldungen zu rechnen ist. 

"Wegen der enormen Nachfrage musste das Gymnasium in den letzten Jahren immer wieder mehr als sechs Züge in Jahrgang 5 bilden", erklärt Freia Srugis, Leiterin des Fachdienstes Schule und Kultur. "Nun werden wieder idealerweise knapp 170 Schülerinnen und Schüler aufgenommen." Mit diesem Schritt entspanne sich auch die räumliche Situation am Gymnasium.

Wachsen wird hingegen die Schule am Knieberg: Sie soll die Klassen mit dem Unterstützungsbedarf "körperlich-motorische Entwicklung" von der Förderschule an der Schaperdrift organisatorisch weiterführen. Dort läuft im Schuljahr 2020/21 der Förderschulzweig aus. Räumlich sollen die Kinder aber weiterhin in der Grundschule Hasenburger Berg unterrichtet werden. 

Zusätzliche Ausbildungsmöglichkeiten bekommen die Schüler der Berufsbildenden Schule I: Angehende Veranstaltungskaufleute können ab dem Schuljahr 2019/20 in Lüneburg und nicht mehr nur wie bislang in Hannover oder Hamburg lernen. "Für lokale Ausbildungsbetriebe ist es so viel einfacher, Auszubildende zu gewinnen", so Freia Srugis. Auf dem Stellenmarkt sei der Beruf zudem sehr gefragt.

Ein Beruf mit Zukunft ist auch der der Kauffrau oder des Kaufmannes im E-Commerce: Sie bauen und betreuen Onlineshops. Da ein Großteil der Einzelhändler bereits einen Versandhandel anbietet, ist die Branche auf die Arbeit der spezialisierten Kaufleute angewiesen. Daher plant die BBS I, den Ausbildungsberuf ab 2020 im Wechsel mit Soltau anzubieten. Durch die Zusammenarbeit wolle man den Zweig in der Region etablieren, so Schulleiter Heiko Lüdemann vor den Ausschussmitgliedern.