Landkreis reagiert auf Kritik bei Schulbusengpässen und empfiehlt Umstieg aufs Fahrrad

Das Busunternehmen KVG setzt jetzt mehr Busse für den Schülertransport ein. Foto: LGheuteLüneburg, 01.12.2020 - Seit gestern sind im Landkreis Lüneburg sieben zusätzliche Busse unterwegs, fünf weitere sollen ab der kommenden Woche folgen. Sie sollen den Linienverkehr und Schülerverkehrverkehr unterstützen, erklärte dazu die Kreisverwaltung in Lüneburg. Auslöser für die Bereitstellung weiterer Busse war die zunehmende Kritik an überfüllten Schulbussen während der Corona-Pandemie.

"Die Busse sollen dafür sorgen, dass die Fahrgäste mehr Platz haben", erklärt Freia Srugis, Leiterin des für den Schulbusverkehr zuständigen Fachdienstes Schule und Kultur. "Aber wir müssen auch ganz deutlich sagen: Dies ist nur ein kleiner Beitrag im Umgang mit dem Problem, aber noch nicht die Lösung."

In den vergangenen Wochen hatten sich der Landkreis Lüneburg und das Verkehrsunternehmen KVG Stade überregional auf die Suche nach zusätzlichen Bussen gemacht – angesichts des deutschlandweiten Bus-Engpasses eine offenbar nicht ganz einfache Aufgabe. "Die KVG ist schließlich bei verschiedenen Reisebus-Unternehmen fündig geworden. Diese stellen uns einen Teil ihrer Fahrzeugflotte zunächst auf unbegrenzte Zeit zur Verfügung", so Freia Srugis.

Die externen Busse werden landkreisweit auf Linien eingesetzt, um die weiterführenden Schulen anzufahren. Um die Situation in den Bussen aber nochmals verbessern zu können, setzt der Landkreis Lüneburg auf versetzte Anfangszeiten in den Schulzentren. Damit könnten die vorhandenen Busse mehrfach fahren, wodurch sich die Fahrgastzahl pro Bus im besten Fall um etwa die Hälfte reduzieren lasse, so die Kreisverwaltung

Bisher haben vier Schulen im Landkreis Lüneburg dafür die Voraussetzungen geschaffen: die Integrierte Gesamtschule Embsen, die Oberschule am Dorn in Dahlenburg, die Hauptschule Bleckede und das Schulzentrum Scharnebeck. Um die Busse zu entlasten, gebe es noch eine weitere Möglichkeit. Srugis: "Wenn der Schulweg nicht allzu lang ist, bleibt das Fahrrad eine sinnvolle Alternative zum Bus."