AfD-Politiker tritt im Wahlkreis 49 "Lüneburg" an – LKH-Arena nicht mehr Thema

Nicolas Lehrke kandidiert im Wahlkreis 49. Foto: AfDLüneburg, 01.08.2022 - Bei der kommenden Landtagswahl in Niedersachsen am 9. Oktober wird die AfD Lüneburg nur noch in zwei der drei Wahlkreise mit einem Direktkandidaten antreten. Nach dem Rückzug von Armin-Paul Hampel als Direktkandidat für den Wahlkreis 49 schickt die Partei den ehemaligen Generalsekretär der AfD Niedersachsen, Nicolas Lehrke (57), für diesen Wahlkreis ins Rennen. Dieser ergänzt die Kandidatur von Stephan Bothe, der im Wahlkreis 48 antritt.

Gemeinsam wollen die beiden die Wahlkampfthemen der AfD Niedersachsen präsentieren, teilte die AfD heute mit. Diese wurden "schwerpunktmäßig" mit den Themen bürgerliche Freiheit, innere Sicherheit, Bezahlbarkeit und sichere Verfügbarkeit von Energie sowie bezahlbares Wohnen benannt.

Der Wahlkreis 49 "Lüneburg", in dem Nicolas Lehrke antritt, umfasst die Hansestadt Lüneburg, Adendorf und die Samtgemeinde Ostheide. Wahlkreis 48 "Lüneburg-Land", in dem Stephan Bothe als Direktkandidat auf Stimmenfang gehen will, umfasst die Samtgemeinden Amelinghausen, Bardowick, Gellersen, Ilmenau und Scharnebeck.

Unbesetzt lässt die AfD Lüneburg den Wahlkreis 47 "Elbe", zu dem neben dem Landkreis Lüchow-Dannenberg die Stadt Bleckede, die Gemeinde Amt Neuhaus und die Samtgemeinde Dahlenburg gehören. Hier habe sich "leider kein Kandidat gefunden", erklärte Bothe auf LGheute-Nachfrage.  

Der Wahlkampfauftakt findet am 17. August mit dem niedersächsischen AfD-Spitzenkandidaten Stefan Martischewski-Drewes und dem stellvertretenden Bundesvorsitzenden und Bundestagsabgeordneten der AfD, Stephan Brandner, im Lüneburger Glockenhaus ab 18 Uhr statt.

◼︎ Verzicht auf Arena-Nutzung 

Die vor Gericht erstrittene Nutzung der LKH-Arena in Lüneburg für die Aufstellungsversammlung der AfD für die Landtagswahl im Oktober hatte unterdessen Anfang Juni in Dötlingen bei Bremen stattgefunden. Die Parteispitze hatte von der Nutzung der Veranstaltungshalle in Lüneburg abgesehen, nachdem sie sich durch die Arena-Betreiberin vor "immmer neue Hürden" gestellt sah. So seien ihr statt der beantragten vier nur zwei Tage zugebilligt worden. Außerdem hätte sie eine Kaution von 50.000 Euro hinterlegen sollen, "wovon dann auch Schäden bezahlt werden sollten, die womöglich von der Antifa verursacht worden wären", sagte Bothe mit Blick auf zu erwartende Störungen durch AfD-Gegner.

Wie berichtet, hatte es wegen der geplanten Hallennutzung eine monatelange Auseinandersetzung zwischen der Landes-AfD und dem Landkreis Lüneburg gegeben. Sowohl vor dem Verwaltungsgericht Lüneburg als auch vor dem Oberverwaltungsgericht konnte sich die Partei mit ihrer Forderung durchsetzen. Den schließlich vollzogenen Wechsel nach Dötlingen begründete Bothe mit der engen Terminlage für die Delegiertenversammlung. "Bei einem reinen Landesparteitag hätten wir das aber durchgezogen", so Bothe.

Bothe landete bei der Aufstellungsversammlung in Dötlingen auf Listenplatz 7. "Wenn wir fünf Prozent bekommen, habe ich den Sitz im Landtag sicher", sagte der Amelinghausener, der zum zweiten Mal bei einer Landtagswahl antritt.