Beim Sommerfest der IHK wagt Zukunftsforscher Sven Gábor Jánszky steile Thesen

Zukunftsforscher Sven Gábor Jánszky hatte beim Sommerfest der IHK im Heide Park Soltau die Zuhörer auf seiner Seite. Foto: IHKSoltau, 17.06.2018 - Wie und wie lange werden wir in Zukunft leben, wenn Gen-Analyse und -Reparatur, Medical Food, Ersatzteil-Organe und ein Hirn-Upload mit künstlicher Intelligenz so weit entwickelt sein werden, dass die Menschheit sich diese Technologien zunutze machen kann? Auf diese gedankliche Reise in das Silicon Valley hat Trendforscher Sven Gábor Jánszky die Gäste des Sommerfests der Industrie- und Handelskammer (IHK) Lüneburg-Wolfsburg am Freitag im Heide Park Resort Soltau mitgenommen. Die Botschaft des Referenten: "Think big." Rund 500 Vertreter aus Wirtschaft, Verwaltung und Politik waren der Einladung in die Piratenburg des Heide Parks gefolgt, darunter der niedersächsische Wirtschaftsminister Bernd Althusmann.

100 bis 150 Jahre Lebenserwartung wären dann laut Jánszky ganz normal, im Silicon Valley würden visionäre Geldgeber sogar bereits in die Unsterblichkeit investieren, erklärte der Zukunftsforscher den erstaunten Gästen. Und zu den Herausforderungen des Mittelstands in digitalen Zeiten erklärte er: "Messen Sie, Daten sind nach wie vor eine unterschätzte Währung. Und: Investieren Sie nur in Dinge, die vielen Menschen einen Nutzen bringen.“ Um Zukunft gestalten zu können, dürfe sich das Denken nicht auf heutige Möglichkeiten beschränken, sondern müsse technologischen Fortschritt noch stärker einbeziehen. Ein Vortrag, der das Publikum so fesselte, dass selbst der zwischenzeitlich einsetzende Regen der guten Stimmung keinen Abbruch tat.

Passend zum Thema Digitalisierung betonte IHK-Präsidentin Aline Henke die Wichtigkeit der dualen Ausbildung. „In Ausbildung zu investieren bedeutet eine Win-Win-Situation für alle. Die IT-Affinität der Digital Natives und die Erfahrung der Ausbildungsbetriebe, das ist der Stoff aus dem Erfolgsgeschichten entstehen.“ Wirtschaftsminister Althusmann erklärte, dass die hierfür nötigen Rahmenbedingungen wie wettbewerbsfähiger Breitbandanschluss höchste Priorität hätten. Zudem sprach sich Althusmann für eine Planungsbeschleunigung der Infrastrukturprojekte A39 und der Schleuse in Scharnebeck aus.

Henke appellierte unterdessen an die Anwesenden, zum Mitmacher zu werden und für die IHK-Vollversammlung zu kandidieren. Noch bis zum 6. Juli können sich Interessierte als Kandidat für das neue Parlament der Wirtschaft aufstellen lassen. Bei der IHK-Wahl stimmen die Mitgliedsbetriebe vom 24. September bis zum 23. Oktober ab, wer einen der 100 Sitze im neuen Parlament der Wirtschaft übernehmen soll. Fünf Jahre lang entscheidet die Vollversammlung dann über die Positionierung der IHK zu wichtigen wirtschaftspolitischen Fragen.

Wahl-Info: Die Bewerbungsunterlagen für Kandidaten und ausführliche Informationen zur IHK-Wahl 2018 sind online abrufbar unter www.ihk-lueneburg.de/wahl2018. Fragen zur Wahl beantwortet die IHK auch unter Tel. 04131-742176 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.