Der metronom fährt ab 9. Dezember mit verbessertem Angebot

Uelzen, 27.11.2018 - Ab dem 9. Dezember ist das Eisenbahnunternehmen metronom mit einem verbesserten Angebot unterwegs. Wesentliche Punkte sind dabei die teilweise durchgängigen Zugfahrten von Hamburg nach Hannover ohne Umsteigen sowie zusätzliche Fahrten in den Abend- und Nachtstunden. Das Unternehmen hatte sein Stammnetz, die Strecken Hamburg-Lüneburg-Uelzen (RE3, RB31), Uelzen-Hannover-Göttingen (RE2) und Hamburg-Rotenburg-Bremen (RE4, RB41) im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung 2017 erneut gewonnen und fährt die Strecken ab dem 9. Dezember 2018 in einem neuen Verkehrsvertrag.

"So viele gute Nachrichten gab es zuletzt 2003 für den Nahverkehr in Niedersachsen", freut sich Lorenz Kasch, Kaufmännischer Geschäftsführer bei metronom. "Zusammen mit der Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) haben wir mehr als ein Jahr daran gearbeitet, ein wirklich umfassendes Paket an zusätzlichen Fahrten, neuen Services und Leistungen für die Fahrgäste zu schnüren."

Im Einzelnen gibt es ab 9. Dezember folgende Neuerungen:

Ohne Umstieg von Hannover nach Hamburg und zurück
Jeder zweite Zug fährt künftig von Hannover nach Hamburg durch – ohne den bisher notwendigen Umstieg in Uelzen. Das gleiche gilt natürlich auch für die Richtung Hamburg – Hannover. "Wie bisher auch fährt metronom einmal pro Stunde von Hannover nach Hamburg, bei jeder zweiten Fahrt entfällt ab sofort aber der lästige Umstieg in Uelzen. Die durchfahrenden Züge haben wir in unserem Fahrplanheft deutlich gekennzeichnet", erklärt Torsten Frahm, Technischer Geschäftsführer bei metronom. 

Auf fast allen Linien: zusätzliche Fahrten, vor allem in den Abend- und Nachtstunden
Den klassischen Betriebsschluss der Eisenbahn gibt es fast nicht mehr. Die metronom-Züge fahren künftig fast rund um die Uhr, insbesondere am Wochenende. 

Zwischen Bremen und Hamburg (RB41) gibt es insgesamt sieben neue Fahrten nach Mitternacht bis 6 Uhr morgens. Damit werden vor allem die Wünsche von Party- und Konzertbesuchern, Jugendlichen und Nachtschwärmern, Pendlern im Schichtdienst oder Fahrgäste von/zum Flughafen erfüllt.

Auf der Linie RE3 und RB31 zwischen Hamburg und Uelzen gibt es insgesamt 52 neue Fahrten. 47 davon finden sich im Fahrplan für das Wochenende. So gibt es nun auch hier nachts einen festen Stundentakt bis 6 Uhr morgens von Hamburg nach Lüneburg. In der Gegenrichtung von Uelzen nach Hamburg fahren nun alle Züge bis zum Hamburger Hauptbahnhof, bisher endeten viele Züge bereits in Hamburg-Harburg.

Auch das sogenannte "amazon-Paket" konnte umgesetzt werden, welches das Land Niedersachsen für die Mitarbeiter des neuen amazon-Logistik-Zentrums in Winsen bestellt hat. Dafür wurden teilweise neue Fahrten aufgenommen, teilweise die Fahrzeiten bereits bestehender Verbindungen angepasst. Ab Dezember können Amazon-Mitarbeiter nun passend zu jedem Schichtbeginn- und -ende mit dem metronom nach Winsen fahren und wieder nach Hause Richtung Lüneburg und Hamburg. Insgesamt umfasst dieses Paket zusätzlich 70.000 km pro Jahr.

Zwischen Uelzen und Hannover (RE2) ist die wichtigste Neuerung die durchgehende Verbindung zwischen Hannover und Hamburg (siehe oben). Das hat zur Folge, dass man am Wochenende von Hannover nach Hamburg über Celle und Uelzen etwa alle halbe Stunde mit einem Zug des metronom fahren kann.

Auf der Strecke Hannover – Göttingen kommen eine neue Fahrt in den sehr frühen Morgenstunden und zwei Spätfahrten hinzu.

Weitere Neuerungen bei metronom betreffen vor allem den Service
Künftig wird jeder Zug mit zwei Fahrgastbetreuern besetzt sein – also einer zusätzlich auf jeder Fahrt. "Unsere Fahrgäste wünschen sich mehr Beratung und Service vor und während der Fahrt. Dem kommen wir gerne nach. Auch das Sicherheitsempfinden kann durch zwei Mitarbeiter an Bord deutlich erhöht werden", erklärt Lorenz Kasch das Angebot. 

Passend dazu ist auch das Kundenzentrum länger erreichbar – jeweils immer eine halbe Stunde vor der ersten und eine halbe Stunde nach der letzten Fahrt gemäß Fahrplan.

Besonderen Wert legt metronom auf die Information der Fahrgäste – vor allem wenn es einmal nicht so läuft wie geplant. Dafür hat metronom ab Dezember eine neue Stelle geschaffen – einen Infomanager. "Erstmals ist ein Mitarbeiter nur und ausschließlich dafür zuständig, die Information der Fahrgäste zu verbessern. Viele Störungen können wir leider nicht beeinflussen oder verhindern. Aber die Information der Fahrgäste über unsere eigenen Medien, wie z.B. website, facebook, twitter oder Fahrplanauskunft, die können wir verbessern", erklärt Torsten Frahm. Und weiter: "In Kürze bieten wir eine weitere Möglichkeit an, sich live über die Verkehrslage bei metronom zu informieren – per WhatsApp".

 

Auf eines müssen die Fahrgäste künftig verzichten: Die Snackautomaten werden ab Dezember nicht mehr weiter betrieben. Dazu Lorenz Kasch: "Hier bereiten wir uns schon auf die von der LNVG geplante Modernisierung aller Fahrzeuge vor. Die bisherigen Automaten sind inzwischen mehr als zehn Jahre alt und können nicht mehr weiterverwendet werden. Auch die Nachfrage ist stark rückläufig. So haben wir uns entschieden, schon jetzt einen klaren Schnitt zu machen. Ein Service, den kaum jemand nutzt, brauchen wir auch nicht anzubieten."