Lüneburg, 11.04.2013 - Stefanie Schmidt ist die neue Leiterin der Geschäftsstelle Lüneburg der Evangelischen Erwachsenenbildung in Niedersachsen (EEB). Die Diplom-Pädagogin ist damit Nachfolgerin von Inge Osterwald, die Ende vergangenen Jahres in den Ruhestand gegangen ist. Zu den Aufgaben der EEB-Geschäftsführerin gehören die Unterstützung der Kirchengemeinden bei der Planung von Bildungsmaßnahmen sowie die Bereitstellung von Arbeitsmaterialien.

Stefanie Schmidt war in den vergangenen sechs Jahren an der katholischen Hochschule für Sozialwesen in Berlin tätig, dort insbesondere für die Koordination der Studiengänge verantwortlich. Zudem bringt die gebürtige Hamburgerin Erfahrungen aus der Seniorenarbeit und dem Freiwilligendienst mit. Weil sie zuletzt vor allem administrativ tätig war, freut sich die Pädagogin besonders auf die Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen.

In kleineren Städten und erst recht im ländlichen Bereich seien Bildungsangebote längst nicht so vielfältig wie in Großstädten, hat Stefanie Schmidt beobachtet. Mit den Stichworten Arbeitslosigkeit und Finanzkrise skizziert sie einen verbreiteten Vertrauensverlust. Die Evangelische Erwachsenenbildung könne hier über Angebote der beruflichen Weiterbildung hinausgehen und einen Rahmen für Orientierung und Sinngebung bieten. Das gelte für die Eltern-Kind-Arbeit ebenso wie für Familien und Senioren.

Einen besonderen Blick will Stefanie Schmidt auf die Generation der 30- bis 60-Jährigen richten. "Kaum sind die Kinder aus dem Haus, müssen sie sich um die alten Eltern kümmern", beschreibt die 35-jährige Bildungsexpertin die oftmals überfordernde Situation der sogenannten Sandwichgeneration. Menschen im Alter von 30 bis 40 Jahren fragten sich, wie sie Familie und Beruf unter einen Hut bekommen. Möglichkeiten zum Austausch mit anderen Menschen zu fördern und Anregungen zur Bewältigung der Herausforderungen zu geben, betrachtet Stefanie Schmidt als eine ihrer Aufgaben.

Neben der Beratung von Kirchengemeinden will die EEB-Geschäftsführerin im Rahmen ihrer dreiviertel Stelle auch eigene Veranstaltungen durchführen. Wichtig ist ihr dabei vor allem die Fortbildung der Ehrenamtlichen. Und noch etwas hat sich die EEB-Geschäftsführerin vorgenommen: Sie will mehr Hilfestellung bei der Antragstellung geben. Denn die vom Land Niedersachsen geförderte EEB - eine Einrichtung der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen - unterstützt Bildungsmaßnahmen in Kirchengemeinden unter Umständen auch finanziell.

Zur EEB-Region Lüneburg gehören die Kirchenkreise Hittfeld, Winsen (Luhe), Bleckede, Lüchow-Dannenberg, Lüneburg, Uelzen, Soltau und Walsrode. Die Geschäftsstelle ist erreichbar über Telefon (04131) 223 7770.