Lüneburg, 07.08.2013 - Die Hansestadt Lüneburg trauert um Kai-Ralf Kunath. Wie die Stadt heute mitteilte, ist der 54-Jährige nach schwerer Krankheit gestern im Hospiz verstorben. Kunath machte nie ein Geheimnis daraus, dass er an der Immunschwächekrankheit AIDS litt. Er warb offen in Schulen und Öffentlichkeit um Toleranz im Umgang mit HIV-Positiven und Erkrankten, machte sich stark gegen Diskriminierung und für Selbsthilfe. Mit seinem Lebenspartner lebte er im Stadtteil Kreideberg. Seit 2006 gehörte Kai-Ralf Kunath für die Links-Partei dem Lüneburger Rat an, war stellvertretender Vorsitzender der zweiköpfigen Fraktion.

Als Mitglied des Lüneburger Rates engagierte sich Kai-Ralf Kunath unter anderem im Sozial- und Gesundheits-Ausschuss, im Gleichstellungsausschuss, im Integrationsbeirat (zuvor Ausländerbeirat) sowie im Begleitausschuss Soziale Stadt. In der laufenden Ratsperiode gehörte er ebenso dem Kultur- und Partnerschaftsausschuss an. Hier hatte es ihm auch das Hanse-Thema besonders angetan, so vertrat er die Hansestadt zum Beispiel als Delegationsmitglied beim Hansetag im litauischen Kaunas (2011).

Oberbürgermeister Ulrich Mädge sagt: "Ich habe Herrn Kunath als Menschen erlebt, der trotz seiner schwierigen gesundheitlichen Situation freundlich und bescheiden war. Er setzte sich oft mehr ein als es sein Handicap eigentlich zuließ, gerade auch beim Hansetag in Lüneburg, aber nicht nur dort. Es ist traurig, ihn als engagierten Lüneburger so früh zu verlieren.“

Der Rat werde Kai-Ralf Kunath in seiner nächsten Sitzung am 29. August ehrend gedenken, teilte die Stadt mit.