Stadt würdigt Henning J. Claassen für dessen Verdienste um Lüneburg

Henning J. Claassen ist Ehrenbürger der Hansestadt Lüneburg. Bei einem feierlichen Festakt im Fürstensaal des Rathauses überreichte Oberbürgermeister Ulrich Mädge (r.) dem 73-jährigen Lüneburger den Ehrenbürgerbrief, Claassen trug sich ins Goldene Buch der Stadt ein. Foto: Stadt LüneburgLüneburg, 03.04.2017 - Henning J. Claassen ist der 15. Ehrenbürger der Hansestadt Lüneburg. Und mit Sicherheit wohl der erste Ehrenbürger Lüneburgs, der für diese Auszeichnung mit einem Lied dankt. Zur Überraschung der vielen geladenen Gäste im Fürstensaal des historischen Rathauses stimmte der 73-jährige Unternehmer, Hotelier und Mäzen nach einer kurzen Dankesrede mit einem Sinatra-Song. Die Gäste dankten dem neuen Ehrenbürger mit stehenden Ovationen.

"Das war einfach klasse", zollte Oberbürgermeister Ulrich Mädge Anerkennung für die überraschende Einlage. Zuvor hatte Mädge die Ehre, Henning J. Claassen den Ehrenbürgerbrief der Hansestadt zu überreichen. Auch der Eintrag ins Goldene Buch gehörte zum Zeremoniell. So hatte es der Rat der Stadt im September vorigen Jahres beschlossen als Dank für Claassens langjähriges unternehmerisches, städtebauliches, soziales und kulturelles Wirken zum Wohle der Stadt.

Oberbürgermeister Ulrich Mädge fasste das Wirken Claassens in seiner Rede in Worte: „Sie haben für Lüneburg Bedeutendes und Wertvolles geleistet. Sie haben wesentlich zur Stadtentwicklung beigetragen und Lüneburg in vielfacher Hinsicht zu großem Ansehen verholfen.“ Ein Beispiel, das Mädge hierfür nannte, war die Umwandlung des historischen Wasser- und Hafenviertel Lüneburgs zu einem Juwel der Stadt und heute Vorzeigeobjekt zum Thema Städtebau und Städtebauförderung. Zur Attraktivität der Hansestadt als Wohn- und Arbeitsort habe er auch durch Arbeits- und Ausbildungsplätze beigetragen. Ebenso wirke Claassen erfolgreich im sozialen und kulturellen Bereich, zum Beispiel als langjähriger Vorsitzender des Vorstands der Bürgerstiftung St. Nicolai, als Förderer und Sponsor junger Unternehmensgründer sowie Förderer der Leuphana Universität, als Gründer und Sponsor der Initiative "Schützt die Opfer" zum Schutz von Frauen und Kindern gegen Gewalt, als Sponsor eines Waisenheimes von Tsunami-Opfern in Indien oder etwa als Unterstützer des Theaters Lüneburg.

Mädge weiter: "Was Ihre Arbeit und Ihr Wirken in und für Lüneburg prägt, ist Ihre persönliche Art: Sie sind zupackend und treffen schnelle Entscheidungen. Bürokratie akzeptieren Sie nicht immer – oder zumindest nicht sofort. Sie suchen Lösungen, manchmal auch unkonventionelle. Sie stehen für direkte und klare Ansprachen, sind dabei verlässlich und können auch einmal Fehler eingestehen. Sie sind schlichtweg ein hansischer Kaufmann. Und damit ein idealer Partner für mich als Oberbürgermeister. Herr Claassen, Sie sind ein Vorbild, ein Motivator und ein Glücksfall für die Hansestadt und unsere Bürgerschaft.“

Claassen dankte mit teils humorvollen Worten. Auf die Laudatio des Oberbürgermeisters bezogen, scherzte er in Anlehnung an Loriot: "Ich hätte Ihnen noch stundenlang zuhören können!" Auch freue er sich, die Auszeichnung im fortgeschrittenen Alter, mit 73 Jahren, in Empfang nehmen zu dürfen. Da stünden die Chancen, sich in der Folge "entsprechend zu verhalten", besser, die größten Fehler seien gemacht.

Der Ehrebürgerbrief für den Unternehmer, Hotelier und Mäzen Henning J. Claassen. Foto: Stadt LüneburgClaassen ist gebürtiger Lüneburger, Sohn eines Bäckermeisters, der nach der Ausbildung zum Industriekaufmann zunächst in die USA ging. Es folgten Studium (Wirtschaft und Psychologie) sowie die Gründung mehrerer Unternehmen (Meltex Klebstoffauftragstechnik GmbH, Claassen Holding Gruppe, Impreglon AG). Auch als Hotelier ist Henning J. Claassen erfolgreich, betreibt das Bergström sowie das Alte Kaufhaus. Dort, in der Piano Bar des Bergström, war es auch, wo er früher, ganz ohne Gesangsausbildung, häufiger gesungen habe, verriet Claassen im Gespräch.