Lüneburg, 29.04.2013 - Der Landkreis Lüneburg ist naturverbunden und tut viel, um die gefährdete Tierwelt vor den Unbillen der Zivilisation zu schützen. Das hat sich anscheinend bei Wildenten, Blesshühnern und anderem fliegenden Federvieh herumgesprochen. Sie kommen gern und zahlreich, zu zahlreich jedenfalls für Karin-Ose Röckseisen und ihre Freunde vom Förderverein Inselsee in Scharnebeck. Denn der Dreck, den die geschätzte Tierwelt bei ihrem Zwischenaufenthalt am Strand und im Wasser des künstlichen Paradieses am Schiffshebewerk hinterlässt, stört dort inzwischen gewaltig.

"Was außer Proben zur Bestimmung der Gewässerqualität unternimmt der Landkreis, um die Beeinträchtigung durch die Wildvögel abzuwenden", fragte die besorgte Inselsee-Freundin heute bei der Bürgerfragestunde im Kreistag Landrat Manfred Nahrstedt. Dieser war ein wenig verdattert ob der Fragestellung, zumal er für Vogeldreck weniger das Gesundheitsamt des Landkreises als vielmehr die Gemeinde Scharnebeck oder zumindest doch die Samtgemeinende in der Verantwortung sieht.

Gleichwohl versprach Nahrstedt, das Thema in die zuständige Fachabteilung weiterzureichen und den Vogeldreckgeplagten in Bälde eine Antwort zukommen zu lassen. Schriftlich.