Viele freiwillge Helfer unterstützen Arbeit in Flüchtlings-Notunterkunft in Scharnebeck 

Viel zu tun in der Kleiderkammer: (v.l.) Elisabeth Schuldt, Lore Härlein, Brigitte Müller und Renate Flack engagieren sich mehrmals in der Woche in der Flüchtlingsunterkunft. Foto: Landkreis LüneburgScharnebeck, 20.01.2016 - Ob Sprachkurse, Kinderbetreuung oder Kleiderspenden – dank der freiwilligen Helfer und zahlreicher Spenden ist inzwischen viel Leben in der Flüchtlingsunterkunft im ehemaligen Scharnebecker Krankenhaus. "Ende November sind wir mit 20 freiwilligen Helferinnen und Helfern gestartet. Seitdem sind stetig mehr dazugekommen, die sich tatkräftig und mit vielen Ideen einbringen“, berichten Frank Maruhn vom ASB Kreisverband Lüneburg, der die Unterkunft leitet, und sein Stellvertreter Joschka Schiller. Inzwischen sind rund 40 Freiwillige aktiv dabei, dazu kommen noch ehrenamtliche Helfer vom ASB.

Die Helfer ermöglichen viele soziale Aktivitäten für Jung und Alt. Drei ehrenamtliche Lehrer bringen den Bewohnern die ersten Worte auf Deutsch bei. Vier Mal die Woche können bis zu 20 Flüchtlinge auf einmal den Unterricht im provisorischen Klassenzimmer besuchen. Andere betreuen Kinder, geben Malkurse, gehen mit ihnen auf den Fußballplatz oder organisieren Führungen durch den Ort, damit die Neuankömmlinge die Umgebung trotz Sprachbarrieren kennenlernen können.

Eine besondere logistische Herausforderung ist die Verteilung der Kleiderspenden. Rund 20 Freiwillige sind in der Kleiderkammer aktiv, die dank vieler Spender gut gefüllt ist. Unter der Leitung von Brigitte Müller sortieren, waschen und verteilen die Helfer die Kleidungsstücke und Wäsche, aber auch Koffer und Spielsachen. Dafür haben sie ein eigenes System entwickelt: In einem Raum werden alle neuen Spenden vorsortiert und bei Bedarf von den Helfern zuhause gewaschen. In den Räumen der Kleiderkammer werden sie dann nach Größe und Geschlecht zugeordnet. Inzwischen haben die Helfer sogar Umkleidekabinen eingerichtet, sodass die Bewohner in Ruhe etwas Passendes finden können. Die fleißigen Helfer in der Kleiderkammer behalten dabei stets im Blick, wer noch ausgestattet werden muss.

"Durch die großartige Unterstützung aus der Bevölkerung, sei es durch Spenden oder durch aktive Mitarbeit, läuft es in der Flüchtlingsunterkunft im ehemaligen Krankenhaus in Scharnebeck sehr gut“, sagt Landrat Manfred Nahrstedt. "Für diese Unterstützung bin ich nicht nur dankbar, ich bin auch stolz darauf. Denn alle, die helfen, sind Botschafter der Willkommenskultur, die wir hier im Landkreis Lüneburg pflegen.“

Der Landkreis Lüneburg hatte im November das leerstehende Krankenhaus Scharnebeck angemietet, um Flüchtlinge im Rahmen der Amtshilfe unterzubringen. Insgesamt 168 Personen wurden hier seitdem bereits registriert. In der Regel bleiben die Flüchtlinge vier bis sechs Wochen, bevor sie in eine Folgeunterkunft ziehen können. Bis zu einhundert Flüchtlinge können in der Unterkunft zeitgleich untergebracht werden.

Wer mithelfen möchte, kann sich an den stellvertretenden Einrichtungsleiter Joschka Schiller unter der Nummer 04136-9491002 wenden. Nach wie vor sind Spenden willkommen: Die Kleiderkammer benötigt aktuell noch Schuhe Größe 32-44, Herren-Winterjacken, Jeans und Kinderbekleidung in Größe 152-176, Unterwäsche für Kinder/Frauen und Männer, Gürtel, Hausschuhe und Mützen für Männer.