Während Deutschland hoffnungslos in Corona-Bürokratie versinkt, lassen die USA alle hinter sich 

Foto: LGheute06.03.2021 - Man ist sprachlos. Das Unvermögen, das Bund und Länder in diesen Wochen und Monaten tagein, tagaus bei ihren verzweifelten Versuchen, der Corona-Krise Herr zu werden, demonstrieren, ist erschreckend. Rund 2,4 Millionen Zweit-Impfungen hat Deutschland bislang geschafft, so viele, wie die USA inzwischen an einem Tag erledigen, wie der Deutschlandfunk heute berichtete. Dass der öffentlich-rechtliche Sender dabei sogar einräumen musste, dass dies ohne die vorangegangene Trump-Administration nicht möglich geworden wäre, zeigt, wie groß das regierungsamtliche Versagen im verschlafenen Deutschland inzwischen ist. 

Die USA sei "im Krieg", erklärte US-Präsident Joe Biden gestern, "im Krieg gegen das Virus." Deshalb greifen die Vereinigten Staaten auch auf das zurück, was sich im Zweiten Weltkrieg als effektiv erwiesen hat: die volle Konzentration aller Akteure auf das eine, gemeinsame Ziel: das Virus zu bekämpfen. Dabei haben die Amerikaner nicht nur die strategisch äußerst wichtige Kooperation zwischen den Pharma-Konzernen Johnson & Johnson und Merck hinbekommen, mit der die Schlagzahl bei der Produktion der benötigten Impfstoffe entscheidend erhöht werden konnte. Sie haben es auch geschafft, dass Amerikaner in ihren Autos auf einen Parkplatz fahren, die Scheibe runterkurbeln, den Pieks bekommen und geimpft wieder nach Hause fahren können. Um nur zwei Beispiele zu nennen.

Das ist nicht nur beeindruckend, das hinterlässt bei den hier in Deutschland auf Impfung Wartenden auch ein erdrückendes Gefühl der Ohnmacht. Statt sich hinter bürokratischen Vorgaben zu verstecken, wie Bundes- und Landespolitikern jetzt immer häufiger vorgeworfen wird, erwartet die Bevölkerung von ihren Regierungen Entscheidungen, die zumindest eine halbwegs realistische Hoffnung auf Linderung wecken. Dass dies geht, zeigen die USA, auf die man noch vor wenigen Monaten so gern mit dem Finger gezeigt hat.

Ein Gutes haben diese Zeiten aber auch: Deutschland wird nach Corona, sollte es diesen Zustand jemals wieder geben, nicht mehr dasselbe Land sein. Spätestens, wenn Unternehmens-Insolvenzen und das Ende der Kurzarbeit, die wohl nicht ganz zufällig bis zum Ende dieser Legislaturperiode befristet ist, darauf hindeuten, dass Wohlstand endlich ist, wird deutlich: Es ist Krieg. Nur hier hat es noch keiner gemerkt.

 

 

Kommentare  

# Karl-Heinz Kruse 2021-03-08 13:49
Wir sind doch bewaffnet: Im September können wir wählen, eine bessere Waffe gibt es nicht.
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# Brigitte Soltau 2021-03-07 11:28
Legen Sie doch bitte als Leserservice in Ihrem Hauptmenü noch eine Rubrik "Stiftung Waffentest" für Empfehlung an, damit wir uns rechtzeitig wappnen können.
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