Lüneburg, 12.10.2026 - Clan-Kriminalität in Lüneburg? Rivalisierende Banden in der Region? Die Pressemitteilung, die die Polizeidirektion Lüneburg heute an die Redaktionen verschickte, erwähnt zwar kein Wort davon, doch die eher spärlichen Informationen, die sie heute herausgab, deuten stark darauf hin. Anlass sind vier Tage zurückliegende Durchsuchungen von Wohnungen in Lüneburg und Umgebung. Mit der Unterstützung von starken Kräften und Spezialeinsatzkommandos wurden drei Objekte in Stadt und Landkreis Lüneburg geöffnet und durchsucht.
Hintergrund der polizeilichen Maßnahmen sind laut Polizeidirektion intensive und detaillierte Ermittlungen der Zentralen Kriminalinspektion nach Schüssen in Lüneburg und Umgebung. Mögliche Zusammenhänge, auch zu weiteren Taten, werden im Rahmen der Ermittlungen geprüft, heißt es. Was genau der Anlass für die Durchsuchung war und warum die Polizei dies erst jetzt mitteilt, dazu wurde nichts gesagt.
Doch der nebulös bleibende Hintergrund scheint es in sich zu haben. Denn "aufgrund der vorausgegangenen Taten sowie der weiteren Erkenntnisgewinnung" habe die Polizei ihre Präsenz im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Lüneburg erhöht. In Bezug auf die weiteren polizeilichen Maßnahmen bestehe zwischen Staatsanwaltschaft und Polizei ein durchgängiger Austausch. Weitere Exekutivmaßnahmen befänden sich in der Abstimmung. Und: Die andauernden Ermittlungen bezüglich der genannten Sachverhalte in der Region werden weiterhin im Rahmen der besonderen Aufbauorganisation (BAO) Kosmos von der Zentralen Kriminalinspektion geführt.
Was auch immer das konkret heißt, beruhigend klingt es nicht.

