header

Gärtner kommt, Kalisch bleibt

Stichwahlen bei Landrats- und OB-Wahlen brachten unterschiedliche Ergebnisse

Steffen Gärtner kann sich freuen, er wird neuer Landrat des Landkreises Lüneburg. Foto: LGheuteLüneburg, 27.09.2026 - Der Landkreis Lüneburg bekommt einen neuen Landrat und Lüneburg dieselbe Oberbürgermeisterin. Das ist das Ergebnis nach Auszählung der meisten Wahllokale bei der Stichwahl um die beiden Spitzenposten. Danach wird Steffen Gärtner (CDU) neuer Landrat, während Claudia Kalisch (Grüne) sich gegen Heiko Meyer (parteilos) und damit als Oberbürgermeisterin von Lüneburg behaupten konnte. Doch während Gärtner sich klar gegen seinen Mitkonkurrenten Andrè Schuler (SPD) durchsetzte, blieb die Entscheidung für den OB-Posten bis zuletzt wackelig.

Mit 55,05 Prozent gegen 44,97 Prozent hatte Steffen Gärtner bis zuletzt die Nase vorn gegenüber seinem Mitbewerber André Schulz beim Ringen um das Landratsamt. Zwar schrumpfte sein anfänglicher starker Vorsprung im Laufe der Auszählungen immer weiter, gefährdet aber war seine Wahl letztlich nie. Er folgt damit auf Landrat Jens Böther (CDU), der nicht erneut zur Wahl angetreten war.

Anders stellte sich der Kampf ums Lüneburger Rathaus dar. Hier lag bei den Auszählungen mal Amtsinhaberin Kalisch und mal Herausforderer Meyer vorn, bis zuletzt war offen, wer das Rennen für sich entscheidet. Am Ende gewann Kalisch mit 52,92 Prozent, Meyer kam entsprechend auf 47,08 Prozent. Er unterlag Kalisch damit zum zweiten Mal, nachdem er es bereits 2021 als OB-Kandidat in die Stichwahl geschafft hatte, sich aber nicht gegen die Grünen-Politikerin durchsetzen konnte.

Lesen Sie hierzu auch den Kommentar.

 

 

 

Kommentare  
Ein kleiner Hinweis fehlt.
Der Landrat ist zunächst ein Landrat auf Zeit.
Es werden Gerichtsprozesse folgen, ob der Ausschluss von der Wahl des Herrn Bothe regelkonform war.
Ob sich die Judikative diese Aufgabe von der Executive abnehmen lässt, wie hier in Lüneburg geschehen, darf bezweifelt werden.
Warten wir das zunächst mal ab.
Wie das dann mit der Causa Gärtner ausgeht ist also offen.
Verwaltungstechnisch wird das sehr interessant, wie man dann u.a. mit Entscheidungen des Landrats Gärtner umgeht, wenn es tatsächlich eine Neuwahl geben müsste.
Gott sei Dank gibt es die Studenten und Gott sei Dank fahren, die hoffentlich tatsächlich nicht alle Auto - die Straßen wäre noch voller und die Stadt nach leerer. Ich kann Ihren Kommentar daher überhaupt nicht nachvollziehen. Jeder möchte seine Interessen durchsetzen, nennt sich Demokratie. Je nach Lebensphase sind die Interessen anders. Wichtig ist, dass wir Alle trotzdem zusammenfinden.
Wahlpopulation in Lüneburg:
12 - 13 % Studenten. Jung, kräftig und fahrradaffin. Müssen sich um Barrierefreiheit nicht kümmern. Leben hier ca. 3 bis 5 Jahre. Ziehen dann in der Regel weg.
Kommentar schreiben