Morgen ist Start in Lüneburg – Einschränkungen wegen Corona – Auch Abbruch möglich 

Der Lüneburger Weihnachtsmarkt ist ein Attraktion weit über die Stadtgrenzen hinaus. Foto: LGheuteLüneburg, 23.11.2021 - Lüneburg wird seinen Weihnachtsmarkt bekommen, am morgigen 24. November soll er eröffnet werden. Das gab die Stadtverwaltung heute bekannt. Man möchte den Menschen in dieser "für alle schwierigen und fordernden Zeit mit dem Weihnachtsmarkt einen Hoffungsschimmer geben", erklärte Lüneburgs Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch. Allerdings sei auch ein Abbruch möglich, sollten sich die Corona-Fallzahlen entsprechend weiter negativ entwickeln. 

Grundlage für die Durchführung des Weihnachtsmarkts ist die 2G-Regel mit gegebenenfalls individuellen Einschränkungen, wie die Stadt mitteilt. Darauf hätten sich die niedersächsischen Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeister verständigt. Kalisch dazu: "Dass wir landesweit einen gemeinsamen Weg gehen, ist gerade vor dem Hintergrund des sonst drohenden Weihnachtsmarkt-Tourismus enorm wichtig."

Allerdings werde das dynamische Pandemiegeschehen weiter von Tag zu Tag beobachtet, und wenn nötig werde konsequent gehandelt, so Kalisch. Soll heißen: Entwickeln sich die Fallzahlen und Inzidenzen auch hier in der Region dramatisch, sind strengere Maßnahmen oder gar ein Abbruch angezeigt. "Alle Akteure sind sich dessen bewusst."

Noch ist offen, ob auf die Innenstadt-Besucher wieder eine Maskenpflicht zukommt. Wegen des Weihnachtsmarktes sei in der Innenstadt, die in der Adventszeit ohnehin stark frequentiert ist, mit einem noch höheren Personenaufkommen zu rechnen. Deshalb tausche sich die Hansestadt mit dem Landkreis Lüneburg bezüglich einer möglichen Maskenpflicht für die Innenstadt aus. "Wir möchten den Menschen gesellschaftliches Leben ermöglichen, gleichzeitig aber den Gesundheitsschutz weiter im Fokus behalten", erläutert Kalisch, "der Besuch unserer Weihnachtsstadt muss für alle sicher gestaltet werden."

◼︎ Die Weihnachtsmärkte in Lüneburg

Weihnachtsmarkt auf dem Marktplatz
Der Weihnachtsmarkt vor dem Lüneburger Rathaus startet am Mittwoch, 24. November, ab 14 Uhr. Der Marktplatz wird umzäunt, im Areal werden 19 Buden stehen, darunter ein Fahrgeschäft, Bewirtungsgeschäfte und Kunsthandwerk. Durch zwei Ein- und Ausgänge können Gäste das Areal betreten und wieder verlassen.
Zutritt haben Personen, die nachweislich geimpft oder genesen sind, sowie Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. In Abstimmung mit dem Landkreis Lüneburg als Infektionsschutzbehörde wird die Personenanzahl im umzäunten Areal in den ersten Tag begrenzt, laufend beobachtet und bedarfsgerecht angepasst. Die Einlasskontrolle durch einen Sicherheitsdienst erfolgt über das aus dem Einzelhandel bekannte Chip-System. Am Eingang erhält jeder Gast einen Chip, den er oder sie beim Verlassen des Areals wieder abgibt.

Am Sande und Grapengießerstraße
Sowohl auf dem Platz Am Sande als auch in der Grapengießerstraße werden weitere Stände platziert. Ausreichend Abstände sollen Menschenansammlungen vorbeugen. Aussteller verpflichten sich, ihr jeweiliges Corona-Hygienekonzept einzuhalten.

2G-Bändchen
Der Arbeitskreis Weihnachtsstadt 2021 (Mitarbeit: Hansestadt, Lüneburg Marketing GmbH, Lüneburger Citymanagement sowie private Weihnachtsmarktbetreiber und -betreiberinnen) hat die Idee eines einheitlichen 2G-Bändchens für Lüneburg entwickelt. Das Bändchen dient als optionaler 2G-Nachweis und wird derart am Handgelenk befestigt, dass grundsätzlich keine Übertragung an andere Personen möglich sein soll – wie beispielweise auf Festivals.
Weihnachtsmarkt-Gäste können sich diese Bändchen auf freiwilliger Basis anlegen lassen, wenn sie einmal den 2G-Nachweis erbracht haben. Der Zugang zu Weihnachtsmarkt-Angeboten in Lüneburg wird dadurch erleichtert, weil nicht bei jedem Besuch die Impfung / Genesung per Smartphone oder auf Papier neu nachgewiesen werden muss. So soll es schneller gehen und die Schlangenbildung reduziert werden.

Lüneburg leuchtet
Auch in dieser Adventszeit gibt es wieder eine Lichtzeitreise am Glockenhaus und an der Johanniskirche sowie neu auch an der Kaimauer am Stint – mit Blick auch auf die Graffiti-Schmierereien – und an der St. Michaeliskirche. Hier erzählen riesige Licht-Projektionen über Lüneburgs mittelalterliche Vergangenheit. Illuminiert werden außerdem die St. Nicolaikirche, das Rathaus und die Brausebrücke am Stint. 

Märchenmeile
Wie jedes Jahr wird es auch wieder die Märchenhütten geben. Die zwölf Märchenbuden mit ihren Geschichten über den Froschkönig, über Aschenputtel, das Tapfere Schneiderlein und viele mehr stehen unter anderem in der Grapengießerstraße, Am Sande und Am Berge sowie Am Markt und in der Heiligengeiststraße. Zu hören sind die Geschichten nicht nur auf Hochdeutsch, sondern auch auf Plattdeutsch.

Weitere Angebote | Historischer Christmarkt
Festlich wird es auch in so manchen Innenhöfen: Krone, To Huus, Glockenhof, Schröders Garten und Café Central bieten neben Glühwein und kulinarischen Besonderheiten zum Teil auch Live-Musik. Kleine Weihnachtsmärkte wird es auch beim Hotel Bergström und beim Wyndberg geben. Ein Besuch ist auf den Märkten einheitlich unter 2G-Regeln möglich. Ebenso wie beim historischen Christmarkt, den der Arbeitskreis Lüneburger Altstadt (ALA) am Samstag und Sonntag, 4. und 5. Dezember, auf der Altstadt rund um die St. Michaeliskirche veranstaltet.


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