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Für mehr Aufenthaltsqualität

Am Kreidebergsee entsteht eine schwimmende Plattform

So soll die Plattform demnächst aussehen. Visualisierung: LILASp / A. CalitzLüneburg, 30.11.2025 - Der Kreidebergsee in Lüneburg wird gern aufgesucht. Mit seinen naturbelassenen Ufern, dem idyllischen Wanderweg und der freien großen Wiese mit Abenteuerspielplatz ist er ein attraktiver Freizeitort inmitten der Stadt – so sehr, dass gelegentlich auch Unholde dort für Ärger sorgen und Besucher ihren Müll dort hinterlassen. Nun soll er eine weitere Attraktion erhalten: eine schwimmende Aussichtsplattform im See.

Rund 65 Quadratmeter wird die am Ostufer geplnante Plattform groß sein, über zwei jeweils 1,50 Meter breite Stege soll sie barrierearm erreichbar sein. Die aktuellen Pläne stellte die Stadtverwaltung im jüngsten Umweltausschuss vor. Anfang 2026 soll der Bau beginnen und noch im ersten Quartal abgeschlossen werden.

Die Plattform soll einen besonderen Blick über den See eröffnen, teilte die Verwaltung mit. Mit ihr verfolgt die Hansestadt mehrere Ziele: Sie soll die Aufenthaltsqualität steigern, die Besucherlenkung am See verbessern und so die empfindlichen Uferzonen an anderen Stellen entlasten. Obendrein werde damit auch Menschen im Rollstuhl oder mit eingeschränkter Mobilität ein "komfortabler Zugang zum Ufer" ermöglicht.

Die neue Aussichtsplattform fügt sich in eine ganze Reihe von Maßnahmen rund um den Kreidebergsee ein: Bereits umgesetzt wurden die Erneuerung und Erweiterung des Spielplatzes im Südwesten, die Wiederherstellung der alten Streuobstwiese im Westen, der freigestellte Aussichtspunkt im Norden sowie ein neuer Aufenthaltsbereich mit Bänken im Osten.

"Vorgabe bei den Planungen war, dass sich die Plattform optisch ins Landschaftsbild einfügt", sagt Constanze Keuter, Leiterin des Bereichs Grünplanung und Forsten. Um den sensiblen Uferbereich zu schützen, entsteht die Plattform als schwimmende Konstruktion, die lediglich am Ufer verankert wird. "So reduzieren wir Eingriffe in Ufervegetation und Baumbestand auf ein Minimum", so Keuter.

◼︎ Geplante Kosten: 170.000 Euro

Das Projekt ist Teil des Förderprogramms Grünband Innenstadt. Die Kosten für Bau und Planung belaufen sich auf rund 170.000 Euro, wovon 90 Prozent durch Fördermittel von Bund und Land gedeckt werden. Der städtische Anteil liegt damit bei rund 17.000 Euro.

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