Landesbeauftragte und frühere Kreisrätin tritt für die CDU an

Monika Scherf will Oberbürgermeisterin von Lüneburg werden. Foto: privatLüneburg, 08.01.2021 - Nun ist es raus: Die CDU schickt Monika Scherf ins Rennen um das Oberbürgermeisteramt in Lüneburg. Einstimmig votierte der Vorstand des CDU-Stadtverbands am gestrigen Abend für die 56-Jährige, die als Landesbeauftrage für regionale Landesentwicklung Lüneburg und langjährige Kreisrätin des Landkreises Lüneburg über politisches Gespür verfügt und kommunale Kenntnisse und Erfahrungen aus der Verwaltungsarbeit mitbringt. Scherf ist damit die dritte Bewerberin, die im September die Nachfolge des scheidenden Amtsinhabers Ulrich Mädge antreten will.

"Diese Entscheidung habe ich nicht leichtfertig getroffen, sondern mir gemeinsam mit meinem Mann Jürgen reiflich überlegt", sagt Scherf. Als Planerin habe sie "große Lust und starkes Interesse", die Zukunft Lüneburgs zu gestalten und anzupacken. Dank ihres beruflichen Werdegangs bringe sie viel Erfahrung, umfangreiches Fachwissen sowie hohe Führungskompetenz und eine neue Führungskultur mit, um dieses Amt auszufüllen und mit neuem Schwung anzugehen.

Auch parteipolitisch ist Scherf in der Region keine Unbekannte. Bei der Landratswahl 2016 hatte sie ihren Hut in den Ring geworfen, nachdem der damalige Amtsinhaber Manfred Nahrstedt (SPD) aus Altersgründen eigentlich nicht wieder antreten durfte. Doch Harmonisierungen bei den Kommunalwahl-Voraussetzungen führten dazu, dass er erneut antreten konnte. Scherf verließ daraufhin den Landkreis, um Kreisrätin des Landkreises Harburg zu werden. Dieses Amt führte sie bis Januar 2018 aus. Seitdem ist sie als Landesbeauftragte in Lüneburg für Regionalentwicklung, Städtebauförderung, Strukturförderung im ländlichen Raum, Flurbereinigung und Landmanagement zuständig.

Im Vorstand des CDU-Stadtverbands fiel die Entscheidung einstimmig aus. Wie aus dem Umfeld zu hören war, soll Scherf ihre Kandidatur von sich aus an die CDU herangetragen haben. "Sie hat uns alle sehr überzeugt und große Lust, noch einmal eine neue Herausforderung anzunehmen", teilte ein Teilnehmer mit.

Dem Vernehmen nach soll Monika Schwerf aber nicht der einzige Vorschlag für einen OB-Kandidaten aus den Reihen der CDU gewesen sein. Vorstandsmitglied und CDU-Bundestagsabgeordneter Eckhard Pols soll einen Kandidaten aus Berlin vorgeschlagen haben, der aber nicht die Zustimmung des Gesamtvorstands gefunden haben soll. Die Zustimmung für Monika Scherf soll letztlich einstimmig erfolgt sein. Die endgültige Entscheidung für ihre Kandidatur soll in den nächsten Wochen von der Mitgliederversammlung des CDU-Stadtverbands getroffen werden. 

Mit Monika Scherf ist neben Pia Steinrücke, die für die SPD antritt, und dem parteilosen Heiko Meyer der dritte Kandidat für das OB-Amt angetreten. 

 

Kommentare  

# Eckhard Pols 2021-01-09 19:00
Zur Richtigstellung : Es gab seit Sommer 2020, lange vor einer Einer innerparteilich en Bewerbung Monika Scherfs, einen Interessenten, einen Lüneburger der in der Bundesverwaltun g in Berlin arbeitet und Interesse zeigte. An eine mögliche Kandidatur aber Bedingungen knüpfte die nachvollziehbar waren. Dem Gesamtvorstand war sein Interesse NICHT bekannt. Bekannt war diese Person nur der vierköpfigen Findungskommiss ion. Dies erfolgte aus ausdrücklichen Wunsch des Interessenten! Auch dies ist aus seiner beruflichen Sicht auch verständlich. Vertraulichkeit ist und war hier oberste Priorität. Wie auch bis zuletzt bei der Kandidatur vom Monika Scherf!
Das gute ist, wir hatten zwei super geeignete Personen.
Und eine kann’s nur werden.
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