Aufgefundene Tote aller Voraussicht nach erstochen – Haftrichter erlässt Haftbefehl 

Lüneburg, 20.01.2021 - Bei den Ermittlungen um den Tod der 19-Jährigen, die gestern in Lüneburg aufgefunden wurde, hat das Amtsgericht Lüneburg auf Antrag der Staatsanwaltschaft heute Haftbefehl wegen Mordverdachts gegen den 19-jährigen erlassen, der gestern von der Polizei vorläufig festgenommen worden war. Wie die Staatsanwaltschaft auf LGheute-Nachfrage mitteilte, hat sich der Beschuldigte bislang nicht geständig zu den Vorwürfen eingelassen.

Offenbar scheint der 19-Jährige gegenwärtig allein als Tatverdächtiger in Frage zu kommen, da laut Staatsanwaltschaft keine Anhaltspunkte für weitere mögliche Tatverdächtige bestehen. Ein Tatmotiv sei bislang noch nicht bekannt.

Wie berichtet, war die 19-Jährige in den frühen Morgenstunden tot in ihrem Auto auf einem Parkplatz in der Nähe des Lüneburger Bahnhofs von ihrem Vater aufgefunden worden. Die Tote soll mehrere Verletzungen aufgewiesen haben, am Tatort war ein Messer aufgefunden worden. Am gestrigen Vormittag hatten Beamte der Mordkommission dann den 19-Jährigen vorläufig fetsgenommen, der heute dem Haftrichter vorgeführt wurde. 

Wie die Staatsanwaltschaft weiter mitteilt, liegt ein schriftliches Obduktionsergebnis liegt bislang nicht vor. Die 19-jährige ist nach den bisherigen Erkenntnissen jedoch aller Wahrscheinlichkeit nach an den Folgen von Stichverletzungen verstorben. Vorbehaltlich des abschließenden Obduktionsergebnisses dürfte die Tat wohl am späten Abend des 18. Januar begangen worden sein. 

Die Ermittlungen zum Tathergang und den Hintergründen dauern an. Der Beschuldigte ist bislang strafrechtlich nicht in Erscheinung getreten.

◼︎ Oberbürgermeister Mädge zeigt sich bestürzt 

Unmittelbar nach Bekanntwerden der Tat hatte Oberbürgermeister Ulrich Mädge seine Bestürzung über den gewaltsamen Tod der jungen Frau und seine Anteilnahme geäußert. Mädge: "Wie schrecklich, wenn ein junger Mensch durch Gewalt sein Leben verliert. Wie traurig für die Familie der jungen Frau. Diese Gedanken kann ich überhaupt nicht mehr aus dem Kopf bekommen, seit mich die schreckliche Nachricht von dem gewaltsamen Todesfall mitten in Lüneburg erreicht hat. Wir wissen alle, dass dort, wo Menschen zusammenleben, immer auch die schlimmsten Dinge passieren können, auch in der Nachbarschaft - aber das Wissen ist das eine. Wenn es dann tatsächlich passiert, kann man es kaum fassen. Mein tief empfundenes Beileid gilt der Familie und den Angehörigen des Opfers.  Der Polizei sage ich schon jetzt vielen Dank für ihre Ermittlungsarbeit. Das ist sicherlich keine leichte Aufgabe."