Staatsanwaltschaft hält sich bedeckt – Beschuldigter ist deutscher Staatsangehöriger

Lüneburg, 25.01.2021 - Warum wurde die 19-jährige Schülerin aus dem Landkreis Lüneburg erstochen? Was genau hat sich in der Nacht abgespielt, bevor sie von ihrem Vater tot in ihrem Auto aufgefunden wurde? Geschah die Tat aus Eifersucht? Gibt es einen Migrationshintergrund bei dem unter Mordverdacht stehenden 19-Jährigen? Seit der schrecklichen Tat wird im Internet heftig über die Hintergründe und Tatmotive spekuliert. Die Staatsanwaltschaft aber hält sich weiterhin bedeckt. Einiges war dennoch in Erfahrung zu bringen. 

Der Beschuldigte befinde sich weiterhin in Untersuchungshaft, teilte der Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Lüneburg, Jan Christoph Hillmer, heute auf LGheute-Nachfrage mit. Ein Geständnis des 19-Jährigen liege noch nicht vor. Bestätigt wurde aber, dass es sich um den Freund der Verstorbenen gehandelt hat. 

Vor allem die Frage nach dem Motiv und einem möglichen Migrationshintergrund des Beschuldigten werden im Internet und in den "sozialen Medien" heftig diskutiert. Konkrete Angaben zum persönlichen Hintergrund des Beschuldigten aber wollte Pressesprecher Hillmer aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht abgeben. "Hierbei ist vorliegend insbesondere zu berücksichtigen, dass es sich beim Beschuldigten um einen Heranwachsenden handelt. Dem Schutz von Persönlichkeitsrechten ist bei Jugendlichen und Heranwachsenden besonderes Gewicht beizumessen", sagt Hillmer. Er erklärte aber, dass der Beschuldigte deutscher Staatsangehöriger sei. 

Ein schriftliches Obduktionsergebnis liege noch nicht vor. Auch die Ermittlungen zum genauen Tathergang, zu den Hintergründen und Motiven der Tat dauerten unvermindert an. "Einzelheiten zur Tatbegehung werden daher zum jetzigen Zeitpunkt nicht mitgeteilt", so der Pressesprecher.

Für die Staatsanwaltschaft gilt der 19-Jährige weiterhin als alleiniger Tatverdächtiger. Hillmer zufolge bestünden "weiterhin keinerlei Anhaltspunkte für weitere Tatverdächtige."

Wie berichtet, war die 19-Jährige in den frühen Morgenstunden des 19. Januar tot in ihrem Auto auf einem Parkplatz nahe dem Lüneburger Bahnhof aufgefunden worden. Nach ersten Erkenntnissen geht die Staatsanwaltschaft derzeit davon aus, dass die junge Frau schon am Abend des 18. Januar mit mehreren Messerstichen getötet wurde. Bereits am Vormittag des 19. Januar war der Beschuldigte wegen Mordverdachts festgenommen und in Untersuchungshaft gebracht worden.

LGheute-Informationen zufolge soll die 19-Jährige aus Horndorf in der Samtgemeinde Ostheide stammen, Schülerin des Johanneums in Lüneburg gewesen sein und kurz vor dem Abitur gestanden haben. Nicht nur unter ihren Klassenkameraden soll die Tat große Fassungslosigkeit und tiefe Trauer ausgelöst haben.