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Erste Unternehmen können schon bald starten

Erschließung des Gewerbegebiets "Bilmer Berg II" liegt im Zeitplan

Dringend benötigt: das neuen Gewerbegebiet Bilmer Berg II. Foto: WLHLüneburg, 06.06.2026 - Betriebsaufgaben, Abwanderungen, fehlende Neuansiedlungen – der Wirtschaftsstandort Lüneburg ist in den letzten Monaten vor allem durch Negativ-Schlagzeilen aufgefallen. Häufige Kritik: zu wenig Gewerbeflächen. Das soll sich nun ändern. Im Gewerbegebiet "Bilmer Berg II" können erste Unternehmen voraussichtlich Ende dieses Jahres mit dem Bau ihrer Betriebsstandorte beginnen, zeigt sich die WLH Wirtschaftsförderung im Landkreis Harburg GmbH zuversichtlich.

Die Erschließung der Fläche liege im Zeitplan: Der erste Bauabschnitt soll im Herbst 2026 termingerecht fertiggestellt werden. Darüber informierten die WLH und ihre Kooperationspartner gestern beim "Bilmer Bergfest" im künftigen Gewerbegebiet. Rund 150 Gäste aus Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Verwaltung waren zu der Veranstaltung gekommen.

Mit dem Gewerbegebiet "Bilmer Berg II" entsteht im Südosten Lüneburgs ein neuer Wirtschaftsraum mit einer Größe von insgesamt rund 50 Hektar. Für gewerbliche Ansiedlungen stehen künftig rund 29 Hektar Baufläche zur Verfügung. Die Entwicklung erfolgt in zwei Bauabschnitten. Neben Gewerbeflächen sind Ausgleichsflächen sowie der Erhalt vorhandener Grün- und Waldstrukturen Teil des Gesamtkonzepts. Zudem sieht der Bebauungsplan rund sieben Hektar für den Gemeinbedarf vor, insbesondere für die geplante Entwicklung eines Sportparks.

Die Nachfrage nach den Gewerbegrundstücken ist laut WLH hoch: Bereits rund ein Viertel der verfügbaren Fläche ist vermarktet beziehungsweise für Unternehmen reserviert. Das Interesse komme aus unterschiedlichen Branchen. Dazu zählen insbesondere mittelständische Betriebe aus Handel, Handwerk, Produktion und Dienstleistung.

Die WLH Wirtschaftsförderung im Landkreis Harburg GmbH entwickelt die Gewerbegebietserweiterung im Auftrag der Stadt Lüneburg und mit Unterstützung der Wirtschaftsförderungs-GmbH für Stadt und Landkreis Lüneburg (WLG). Grundlage ist ein städtebaulicher Vertrag. Weitere Partner des interkommunalen Projektes sind die Volksbank Lüneburger Heide eG, die Gesellschaft für Entwickeln und Bauen (GEB) sowie die Investitions- und Förderbank Niedersachsen (NBank). Die WLH investiert rund 40 Millionen Euro in die Erschließung und bauliche Vorbereitung des Standortes.

◼︎ Positives Echo aus Wirtschaft und Politik

WLH-Geschäftsführer Jens Wrede hob die gute Zusammenarbeit der beteiligten Partner hervor, WLG-Geschäftsführer Mario Leupold betonte den dringenden Bedarf von Gewerbeflächen für regionale Unternehmen und Neuansiedlungen. Michael Zeinert, Hauptgeschäftsführer der IHK Lüneburg-Wolfsburg, sieht das Projekt als "starkes Zeichen dafür, was gelingen kann, wenn landkreisübergreifend nach vorne gedacht wird". Das Gewerbegebiet Bilmer Berg II eröffne auch dem Handwerk neue Entwicklungsmöglichkeiten, betonte Matthias Steffen, Hauptgeschäftsführer Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade.

Lüneburgs Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch betonte das positive Signal, das die Entwicklung des Areals für den Wirtschaftsstandort setzt: "Wir mussten in der Vergangenheit mit H.B. Fuller, Yanfeng und Jungheinrich einige schwierige Wirtschafts-Nachrichten für unseren Standort Lüneburg verkraften. Umso wichtiger ist das große Interesse von Unternehmen, die sich am Bilmer Berg ansiedeln oder dort expandieren möchten." Lüneburg bleibe ein attraktiver Wirtschaftsstandort. Gleichzeitig kämen die aktuellen Baufortschritte nicht nur der Wirtschaft zugute, sondern auch dem Sport. "Unser Ziel ist es, hier moderne Sportanlagen zu schaffen, die die bestehende Infrastruktur in Lüneburg sinnvoll ergänzen und nachhaltig verbessern", so Kalisch.

 

 

 

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