Selbstgebaute Sprengkörper in Lüneburg aufgefunden
Lüneburg, 05.12.2025 - Mehrere heftige Explosionen schreckten in den Mittagsstunden des 3. Dezember Bewohner von Ochtmissen und Vögelsen auf. Wie die Polizei Lüneburg nun mitteilte, wurden auf einer Wiese zwischen den beiden Orten kurz zuvor aufgefundene Sprengkörper gezielt gesprengt. Die Sprengkörper waren kurz zuvor im Rahmen einer Ermittlung der Polizei Uelzen im Zusammenhang mit Automatensprengungen aufgefunden worden.
Die Polizei freut sich über einen "großen Ermittlungserfolg", wie sie jetzt bekanntgab. Nach der Sprengung eines Fahrkartenautomaten am 6. Juni in Bienenbüttel am Bahnhof wurden die Ermittlungen durch den Kriminal- und Ermittlungsdienst des Polizeikommissariates Uelzen übernommen. Damals entstand ein Sachschaden von rund 15.000 Euro. Nach detaillierter Spurensuche wurde durch die Staatsanwaltschaft Lüneburg ein Durchsuchungsbeschluss bei einer Wohnung in Lüneburg beantragt.
Den entsprechenden Beschluss des Amtsgerichtes Lüneburg setzten die Ermittler aus Uelzen mit der Unterstützung von Lüneburger Kräften in den Mittagsstunden des 3. Dezember um. In der entsprechenden Wohnung konnten diverse Sprengkörper aufgefunden werden. Diese waren laut Polizeibericht mit unterschiedlichen Materialien selbst zusammengebaut worden. Nach Überprüfung der Sprengsätze wurden sie im Beisein von Fachkräften am Nachmittag auf einer Wiese zwischen Ochtmissen und Vögelsen gesprengt. Dabei kam es zu fünf einzelnen Sprengungen und einer Sprengung mehrerer Sprengkörper.
Nach ersten Erkenntnissen, geht die Polizei davon aus, dass der 45 Jahre alte Bewohner die Sprengkörper hergestellt hat. Ob er die Sprengung in Bienenbüttel selbst durchgeführt hat, ist laut Polizei derweil noch nicht abschließend geklärt. Die Ermittlungen zu weiteren Tatbeteiligten dauern an. Ebenfalls prüfen die Ermittler Zusammenhänge zu weiteren Taten in der Region.

