header

Gerangel ums Protest-Camp

Polizei stoppt A39-Gegner bei geplantem Weiterbau von Baumhäusern

BlaulichtLüneburg, 23.12.2025 - Der geplante Lückenschluss der A39 zwischen Lüneburg und Wolfsburg kommt gut voran. Schon bald soll mit den Bauarbeiten für den Lüneburger Abschnitt begonnen werden. Gegner des Vorhabens haben deshalb vor einigen Tagen im Lüner Holz ein "Protest-Camp" errichtet. Nun bekamen sie Besuch von der Polizei, die den geplanten Weiterbau der dort errichteten Baumhäuser unterband.

Seit dem 13. Dezember sind einige Bäume im Lüner Holz von Autobahn-Gegnern besetzt, um die "Rodung" dieses Waldstücks zu verhindern, die aber in diesem unterstellten Ausmaß gar nicht geplant ist. Unter dem Motto "Lüni bleibt" haben sich die Aktivisten seitdem in den Bäumen mit durch Stahlseile gesicherte Plattformen und Aufbauten eingerichtet.

Im Zuge einer "versammlungsrechtlichen Aktion" begleitete die Lüneburger Polizei am vergangenen Freitagmittag etwa 25 Teilnehmer, die sich auf den Weg von der Lüneburger Innenstadt zu den Baum-Besetzern aufgemacht hatten. Dort angekommen, stellten die Beamten ein Dutzend weitere Personen fest, die weitere Holzteile und Seile zu den Baumplattformen transportierten.

Weil sowohl die Polizei als auch die Stadt Lüneburg die beiden Plattformen zuvor bereits als Bauten unter anderem aufgrund des Waldgesetzes und der Niedersächischen Bauordnung als rechtlich nicht zulässig und somit als Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung eingeordnet hatten, untersagten die vor Ort anwesenden Polizeikräfte den anwesenden Personen den Weiterbau von weiteren Bauten oder Plattformen und veranlassten den Abtransport des Materials. Die bereits installierten Plattformen sowie zwei in den Bäumen vermutete Personen waren von diesen Maßnahmen nicht betroffen.

Wie die Polizei berichtet, protestierten einzelne Gegner gegen die getroffenen Maßnahmen, es kam zu Wortgefechten sowie einem Flaschenwurf auf die Polizeikräfte. Parallel hatte eine Teilnehmerin Luft aus den Reifen eines abgestellten Funkstreifenwagens gelassen. Die Einsatzkräfte mussten in mehreren Fällen einzelne Personen zurückschieben, stellten deren Personalien fest und ermitteln nun wegen Landfriedensbruchs und Gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr.

Wegen der weiterhin dort installierten zwei Plattformen und Bauten stehen die verantwortlichen Behörden laut Polizei "in engem Austausch".

 

 

 

Kommentar schreiben