Polizei untersucht erneut das frühere Grundstück und schließt weitere Morde nicht aus

Lüneburg, 30.03.2018 - Wie viele Morde hat Kurt-Werner Wichmann auf dem Gewissen? Dieser Frage geht gegenwärtig mit Hochdruck die Lüneburger Polizei nach. Dass der Lüneburger, der sich 1993 in Untersuchungshaft das Leben nahm, mit großer Wahrscheinlichkeit der Mörder der 1989 verschwundenen Birgit Meier ist, davon geht die Polizei inzwischen fest aus, nachdem deren sterbliche Überreste im September 2017 auf dem Grundstück entdeckt wurden, wo Wichmann damals lebte. Doch Hinweise belegen, dass er auch für die Göhrde-Morde in Fragen kommen könnte – und vielleicht sogar für weitere, bislang nicht aufgeklärte Morde. Auf der Suche nach Beweisen nimmt die Polizei nun das frühere Wichmann-Grundstück erneut unter die Lupe. 

Nachdem nach dem Auffinden von Leichenteilen Birgit Meiers der bei intensiven polizeilichen Ermittlungen kürzlich auch zwei DNA-Spuren des Tatverdächtigen Wichmann in einem Auto der Opfer der sogenannten Göhrde-Morde nachgewiesen wurden, liegen laut Polizei nun auch Indizien dafür vor, dass er mit diesen Taten in Verbindung stehen könnte. Die Polizei schließt zudem nicht aus, dass er für weitere früher begangene Straftaten als Täter in Frage kommt. In absehbarer Zeit werden umfängliche Suchmaßnahmen der Polizei im einstigen Wohnhaus von Kurt-Werner Wichmann stattfinden. Die Polizein teilte mit, den Beginn dieser Suchmaßnahmen bekanntgegeben.