Gebäude in der Heiligengeiststraße von Flammen schwer beschädigt

Mächtige Rauchwolken und starke Flammen stiegen gestern Nachmittag aus dem Dachgeschoss des Seniorenheims in den Himmel. Foto: Stadt LüneburgLüneburg, 13.04.2019 - Ein verheerender Brand im Seniorenheim in der Heiligengeiststraße hat gestern Nachmittag Teile des Gebäudes zerstört. Eine Bewohnerin der Einrichtung hatte das Feuer kurz vor 16 Uhr im Gebäude wahrgenommen und die Rettungskräfte alarmiert. Parallel hatte vermutlich auch ein Brandmeldealarm ausgelöst. Bei Eintreffen erster Einsatzkräfte stand das Dachgeschoss des Gebäudes bereits im Vollbrand, die Einsatzkräfte evakuierten daraufhin sämtliche 13 Personen, die sich noch in dem Gebäude befanden.

Nach Polizeiangaben wurden bei insgesamt acht Bewohnern leichte Rauchgasvergiftungen festgestellt, eine Aufnahme im Städtischen Klinikum war jedoch nicht erforderlich. Die Personen wurden vor Ort durch Rettungskräfte betreut.

Mehr als 150 Einsatzkräfte diverser Feuerwehren aus Stadt und Landkreis sowie anderer Rettungsorganisationen waren im Einsatz , gegen 17.15 Uhr hatten sie das Feuer unter Kontrolle. Durch den Brand wurde das Gebäude unbewohnbar. Die Stadt brachte die Bewohner vorübergehend in anderen Einrichtungen unter.

Den Sachschaden beziffern Polizei und Feuerwehr aktuell mit mehr als eine Million Euro. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an, die Ermittler gehen aktuell mit hoher Wahrscheinlichkeit von fahrlässiger Brandstiftung aufgrund einer angeschalteten Herdplatte aus. 

Lüneburgs Oberbürgermeister Ulrich Mädge, der sich vor Ort ein Bild vom Ausmaß des Feuers machte, erklärt: "Ein Brand in der Altstadt ist immer ein Albtraum. Wir haben Glück, dass alle Personen im Gebäude gerettet wurden und dass die Feuerwehr ein Übergreifen auf die Schule verhindern konnte.. "Ein Kompliment an unsere Feuerwehr, die hier eine tolle Arbeit geleistet hat." 

Auch das Obergeschoss des Gebäudes wurde Opfer der Flammen. Foto: Stadt Lüneburg

Das ganze Ausmaß des verheerenden Feuers war am späten Nachmittag erkennbar. Foto: Stadt Lüneburg