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Bildung – ein früheres Versprechen für alle

Sonderausstellung im Ostpreußischen Landesmuseum

Heinrich Tiidermann, Album Estonica, Kinder in der Gemeindeschule in Peningil, Harju-Jaaniis, ca. 1898. Foto: © public domainLüneburg, 28.12.2025 - Mehr Geld für die Bildung! Seit Jahren gehört dies zu den Leitsprüchen bundesdeutscher Politik. Angesichts des dramatisch sinkenden Bildungsniveaus deutscher Schüler ein wohlfeiles Versprechen, das mehr Probleme verschleiert als löst. Denn nicht die vielerorts immensen Investitionen in die Schulinfrastruktur oder verschmutzte Toiletten sind das Problem, sondern die Qualität der Ausbildung, wie die Ergebnisse der Pisa-Studien zeigen. Wie aber war es eigentlich damals, als Schulunterricht noch als Versprechen für Bildung für alle galt? Einen kritischen Blick auf die Schule in früheren Zeiten richtet eine Sonderausstellung im Ostpreußischen Landesmuseum.

"Bildung ist ein Schlüsselthema der baltischen Geschichte. Über Jahrhunderte beeinflusste die deutsche Oberschicht die Orte, Strukturen und Konzepte der Bildung im Baltikum: von der kirchlichen Bildung im Mittelalter bis zur Hochschulbildung an der Kaiserlichen Universität Dorpat/Tartu. Die baltischen Bildungseinrichtungen waren Ausdruck einer nach Ständen gegliederten Gesellschaft. Sie zeigten das Ungleichgewicht zwischen Elite und Mehrheitsbevölkerung auf. Gleichzeitig beanspruchten sie in vielerlei Hinsicht ein gerade durch die Aufklärung befördertes idealistisches Versprechen einer Bildung für alle Bevölkerungsteile."

So heißt es in der Ankündigung zu der Sonderausstellung "Baltische Bildungseinrichtungen. Orte, Akteure und Konzepte", die vom 17. Januar bis 15. März im Ostpreußischen Landesmuseum geziegt wird. Die Ausstellung gibt einen Einblick in einflussreiche Bildungseinrichtungen für Deutschbalten, Esten und Letten. Sie zeichnet so wichtige Etappen der baltischen Bildungsgeschichte vom Mittelalter bis zur Gegenwart nach. 

 

 

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