Vortrag im Ostpreußischen Landesmuseum
Lüneburg, 29.08.2026 - Der Name ist zumindest Älteren noch gut bekannt, Jüngere hingegen können mit der "Wolfsschanze" meist nur wenig anfangen. Dabei war die "Wolfsschanze" einer der wichtigsten Befehlsstandorte des NS-Regimes. Wie aber war dieser Ort genau beschaffen, wie sah der Alltag im "Führerhauptquartier" aus? Darum geht es in einem Vortrag von Felix Bohr im Ostpreußischen Landesmuseum.
In der Ankündigung zur Veranstaltung heißt es: "Unweit des ostpreußischen Rastenburg, des heutigen Kętrzyn in Polen, befand sich einer der wichtigsten Befehlsstandorte des NS-Regimes: das "Führerhauptquartier Wolfsschanze". Dort verbrachte Adolf Hitler nach dem Angriff auf die Sowjetunion den Großteil der Kriegsjahre. Hier wurden zentrale Entscheidungen des NS-Regimes getroffen, und hier scheiterte am 20. Juli 1944 das Attentat Claus Schenk Graf von Stauffenbergs.
Obwohl der Name vielen bekannt ist, haben die wenigsten eine genaue Vorstellung von der Anlage selbst und dem, was sich dort über knapp dreieinhalb Jahre abspielte. Auf der Grundlage von Zeitzeugnissen und bislang unveröffentlichten Dokumenten rekonstruiert Felix Bohr den Alltag in der "Wolfsschanze". In seinem Vortrag, der auch den Titel seines Buches "Vor dem Untergang: Hitlers Jahre in der Wolfsschanze" trägt, eröffnet Bohr einen eindringlichen Blick auf die Führungsspitze des NS-Regimes, die zwischen routinierten Besprechungen, Teestunden und Waldspaziergängen Krieg und Verbrechen plante und koordinierte."
Dr. Felix Bohr, geboren 1982, ist Historiker und Journalist. Er studierte in Berlin und Rom Geschichte und katholische Theologie. Seit 2012 ist er für den "Spiegel" tätig, aktuell in der Leitung des Geschichtsressorts.
Der Vortrag am Mittwoch, 9. September, beginnt um 18.30 Uhr im Ostpreußischen Landesmuseum. Der Eintritt kostet 6 Euro.

