Zeetze/Amt Neuhaus, 09.06.2012 - Mit dem Sommer kommt die Waldbrandgefahr. Bereits im Mai wurde im Landkreis Lüneburg die höchste Gefahrenstufe erreicht, und selbst bei niedrigen Temperaturen lauert bei anhaltender Trockenheit Waldbrandgefahr. In einer Gemeinschaftsaktion der Niedersächsischen Landesforsten und Amt Neuhaus wurden jetzt Vorkehrungen getroffen, um den in die Jahre gekommenen Feuerlöschteich in den Zeetzer Bergen weiterhin nutzen zu können.

Gemeinschaftlich hatten das Niedersächsische Forstamt Göhrde und die Samtgemeinde Amt Neuhaus bereits im vergangenen Jahr die Sanierung des alten Löschteiches aus den siebziger Jahren beschlossen. "Die Bekämpfung von Waldbränden stellt Einsatzkräfte vor besondere Herausforderungen, insbesondere die oft schwierige Wasserversorgung. In größeren brandgefährdeten Wäldern, wie den trockenen Sanddünen der Zeetzer Berge, sind künstliche Löschwasserentnahmestellen daher unverzichtbar", erklärt Forstamtsleiter Dr. Uwe Barge.

Um der Feuerwehr die Wasserentnahme mit Tauchpumpen zu ermöglichen, entfernten Mitarbeiter des Forstamtes behindernde Vegetation. Ein Brunnenring wurde von der Gemeinde beschafft und durch die Firma Tunisch aus Lübtheen eingesetzt. Die Zufahrt für die schweren Löschfahrzeuge vom Waldweg zur Entnahmestelle wurde wieder hergerichtet.

Bei einer Übung der Ortsfeuerwehr Zeetze in der Revierförsterei Falkenhof bestätigten die Brandschützer: Der Feuerlöschteich ist für die Wasserversorgung der Wehren vor Ort bestens geeignet.

Die Waldbrandüberwachung übernimmt in den niedersächsischen Waldbrandrisikogebieten ab Waldbrandwarnstufe 3 das "Automatisierte Waldbrand Früherkennungssystem" (AWFS). Das System bildet die Vernetzung und Überwachung aller siebzehn Sensoreinheiten in einer Leitstelle in Lüneburg und die Einbindung des modernen DBDOS (Digitalfunk für Behörden, Dienststellen und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben).

Bürgermeisterin Grit Richter, Forstamtsleiter Uwe Barge und der zuständige Revierförster Hans Lange waren sich einig: Die Übung habe geklappt, die Aufgabenstellung sei von den Feuerwehrleuten gut abgearbeitet worden und die Zusammenarbeit werde künftig fortgesetzt.