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Immer mehr Ausländer in Niedersachsen

Bevölkerungsanteil nimmt erneut zu – Bevölkerungszahl insgesamt gesunken

Der Anteil der ausländischen Bevölkerung in Niedersachsern hat sich seit 2011 nahezu verdoppelt. Grafik: Landesamt für Statistik NiedersachsenHannover, 01.09.2026 - Die Zahl der in Niedersachsen lebenden Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit ist erneut gestiegen. Wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) mitteilt, wuchs ihr Anteil zum Stichtag 31. Dezember 2025 auf 11,7 Prozent, ein Plus von 0,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr 2024. Im selben Zeitraum ist die Gesamtbevölkerungszahl um 3.663 Personen auf 8.000.826 Menschen (4.050.085 Frauen und 3.950.741 Männer) gesunken. Zugleich ist das Duchschnittsalter auf einen neuen Höchstwert gestiegen. 

Bereits im Jahr 2024 verzeichnete Niedersachsen laut LSN einen ähnlich hohen Bevölkerungsrückgang (-3.646 Personen) wie 2025. Damit hat sich die Bevölkerungszahl in Niedersachsen innerhalb von zwei Jahren um rund 0,1 Prozent reduziert.

◼︎ Weniger Bewohner im Landkreis Lüneburg 

Der Landkreis Northeim verzeichnete mit etwa -0,7 Prozent (-931 Personen) den größten Bevölkerungsverlust im Vergleich zum Vorjahr, gefolgt von der Stadt Wilhelmshaven und dem Landkreis Goslar mit jeweils rund -0,6 Prozent sowie der Stadt Salzgitter und dem Landkreis Helmstedt mit jeweils rund -0,5 Prozent. Die größten Zuwächse konnten die Landkreise Göttingen (+0,9%) und Cloppenburg (+0,5%) sowie die Stadt Oldenburg (+0,3%) verbuchen.

Der Landkreis Lüneburg verzeichnete einen Rückgang um 263 Personen auf 179.185 Personen, die Bevölkerungszahl sank damit um 0,15 Prozent. 

Von den insgesamt 941 Gemeinden in Niedersachsen hat sich die Bevölkerungszahl innerhalb eines Jahres bei 386 Gemeinden erhöht, in 532 Gemeinden reduziert und in 23 Gemeinden gab es keine Veränderung. 

◼︎ Anteil ausländischer Bevölkerung erneut gestiegen

Insgesamt lebten zum Jahresende 2025 in Niedersachsen 938.232 Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit (493.203 Männer; 445.029 Frauen). An der Gesamtbevölkerung in Niedersachsen entsprach das einem Anteil von 11,7 Prozent. Damit hat sich die Anzahl der ausländischen Bevölkerung erneut erhöht (2024: 931.510; +0,7%).

Rund jede fünfte Person in der Landeshauptstadt Hannover (21,4%) und der Stadt Salzgitter (21,3%) hatte im Jahr 2025 keine deutsche Staatsangehörigkeit. Im Vergleich dazu war der Anteil der ausländischen Bevölkerung im Jahr 2025 in den Landkreisen Friesland (6,0%) und Wittmund (6,5%) am geringsten im Vergleich der niedersächsischen Landkreise und kreisfreien Städte.

◼︎ Durchschnittsalter steigt auf Höchstwert

Im Durchschnitt waren die Menschen im Jahr 2025 in Niedersachsen 45,2 Jahre alt, laut LSN ein Höchstwert. Gegenüber dem Jahr 1990 hat sich das Durchschnittsalter von 39,8 Jahren um 5,4 Jahre erhöht. Dabei waren die Frauen in Niedersachsen mit durchschnittlich 46,5 Jahren im Vergleich zu den Männern im Land mit 43,9 Jahre um 2,6 Jahre älter.

Im Landkreis Cloppenburg lebten im regionalen Vergleich mit 41,8 Jahren erneut die durchschnittlich jüngsten Personen. Bereits seit dem Jahr 2020 führt der Landkreis durchgängig bei dieser demografischen Kennzahl. Der Unterschied zum ältesten Landkreis Lüchow-Dannenberg mit 49,2 Jahren betrug 7,4 Jahre.

 

 

 

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