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"Erneute Vertagung ist unverantwortlich"

Grünen-Politiker beklagt Verschiebung der Entscheidung über Neubautrasse Hamburg-Hannover

Auf die Entscheidung für den Bau einer neuen Trasse darf weiter gewartet werden. Foto: LGheuteBerlin/Hannover, 22.09.2026 - Dass die Schwarz-Rote Bundesregierung einmal Beschlossenes gern mal wieder zurücknimmt oder aufweicht, ist bekannt. Diesen Weg scheinen nun auch die Fraktionen von Union und SPD beim Thema der Neubautrasse für die Bahnstrecke Hamburg-Hannover zu gehen. Medienberichten zufolge haben die Fraktionsvorstände von Union und SPD im Bundestag beantragt, das Thema in dieser Woche von der Tagesordnung des Bundestages zu nehmen. Kritik dazu kommt von dem Amelinghausener Detlev Schulz-Hendel, Vorsitzender der Grünen-Landtagsfraktion.

"Die erneute Vertagung der Entscheidung über die Neubaustrecke Hamburg–Hannover ist unverantwortlich. Die Fakten liegen doch seit langer Zeit auf dem Tisch: Die Bestandsstrecke muss saniert und verbessert werden", sagt Schulz-Hendel. Eine Sanierung der Bestandsstrecke allein reiche nicht, es brauche zusätzliche Kapazitäten. Eine Verschiebung der Entscheidung löse kein einziges Problem auf der Schiene, wer dies trotzdem macht, betreibe "Verhinderungspolitik".

Die Menschen in den Metropolen und in der Region zwischen Hamburg und Hannover dürften nicht gegeneinander ausgespielt werden, mahnt Schulz-Hendel. Entscheidend sei, wie die Neubaustrecke so geplant wird, dass die betroffenen Regionen möglichst stark von ihr profitieren, etwa durch bessere Regionalverkehrsanbindungen und wirksamen Lärmschutz. Der vorliegende Ansatz, Bestandsstrecke und Neubau gemeinsam zu betrachten, weise dafür einen konkreten Weg. "Auch die Grünen-Bundestagsfraktion unterstützt diese Kombination. Jetzt braucht es eine Entscheidung statt einer weiteren Vertagung", fordert Schulz-Hendel.

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