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Neubaustrecke soll kommen

Koalition in Berlin gibt grünes Licht für Bahntrasse zwischen Hamburg und Hannover  

So oder so ähnlich soll die Neubautrasse künftig verlaufen. Grafik: Deutsche BahnBerlin/Lüneburg, 16.09.2026 - Die Würfel für den Bau der lange umstrittenen Neubaustrecke zwischen Hamburg und Hannover sind gefallen. Das geht aus Äußerungen des Lüneburger SPD-Bundestagsabgeordneten Jakob Blankenburg hervor. Danach haben sich die Verkehrspolitiker von SPD und Union für den Bau der neuen Trasse ausgesprochen. Die endgültige Entscheidung über das Projekt soll in der kommenden Woche getroffen werden.

"In der nächsten Woche werden Verkehrsausschuss und Bundestag entscheiden. Dann kann die Neubaustrecke entlang der B3 und A7 endlich kommen. Eine großartige Nachricht für uns vor Ort und den Bahnverkehr insgesamt", teilte Blankenburg am Mittag mit. Er habe sich seit Jahren dafür stark gemacht, den Schienenverkehr und auch die regionale Entwicklung auf diese Weise zu stärken. "Wir brauchen die zusätzlichen Kapazitäten dringend, das spüren Bahnreisende ebenso wie unsere Wirtschaft", bekräftigt Blankenburg.

◼︎ "Guter Kompromiss" gefunden

Laut Blankenburg ist die Entscheidung pro Neubautrasse in der Koalition getroffen worden, weil ein "guter Kompromiss" gefunden und regionale Bedenken und Anliegen berücksichtigt werden konnten. So bleibe die Gedenkstätte Bergen-Belsen unberührt und es werde mehr Lärmschutz entlang der neuen Strecke geben. Zudem sollen Soltauer Heide und Bergen Regionalhalte werden.

Auch der Lüneburger SPD-Landtagsabgeordnete Philipp Meyn ist überzeugt, dass die Neubaustrecke die richtige Lösung ist: "Sie ist der einzige Weg, die notwendigen verlässlichen Kapazitäten zu schaffen, die wir für Wirtschaft, Pendler und Klimaschutz brauchen. Das sagen wir seit Jahren. Eine 147-prozentige Überlastung bekommen wir nicht anders aufgelöst."

Anders als Meyn hat sich SPD-Ministerpräsident Olaf Lies stets gegen eine Neubaustrecke ausgesprochen und stattdessen den Ausbau der Bestandsstrecke befüwortet. Auch der SPD-Co-Vorsitzende und Vizekanzler Lars Klingbeil hatte sich bis zuletzt gegen das Projekt gestellt und versucht, damit seinem Wahlkreis Munster den Rücken zu stärken. Seinen Widerstand gegen die Neubautrasse hat Klingbeil inzwischen aufgegeben, wie bereits er bei seinem Besuch in Lüneburg am vergangenen Freitag bereits durchblicken ließ. Bei der SPD-Abschlussveranstaltung sagte er mit einem Schmunzeln: "Ja ja, genießt nur Euren Sieg". Stadt und Landkreis Lüneburg haben sich seit Jahren vehement für den Bau der Trasse eingesetzt.  

◼︎ Kein drittes Gleis zwischen Lüneburg und Uelzen 

Blankenburg machte deutlich, dass der Bau Zeit in Anspruch nehmen werde. "Daher wird es parallel Verbesserungen an der Bestandsstrecke geben." Geplant sind Arbeiten an Gleisen und Weichen, um die Kapazitäten kurzfristig zu erhöhen, sowie zusätzlicher Lärmschutz unter anderem für Lüneburg und Deutsch Evern. Gleichzeitig aber ist ein drittes Gleis zwischen Lüneburg und Uelzen nun vom Tisch. Blankenburg: "Wir brauchen zeitnah erste Verbesserungen, daher müssen beide Projekte nun gleichzeitig vorangetrieben werden. In der nächsten Woche geben wir grünes Licht."

◼︎ Dazu bisher auf LGheute (Auszug):

 

 

 

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