Lüneburger Unternehmen soll Zuschlag für neue Veranstaltungshalle bekommen – Kosten jetzt auf 12 Millionen Euro geklettert

Für die Arena Lüneburger Land (hier ein Modell) hat sich mit der Campus Management GmbH lediglich ein Betreiber angeboten. Grafik: Landkreis LüneburgLüneburg, 19.08.2018 - Die Campus Management GmbH aus Lüneburg soll den Zuschlag für den Betrieb der "Arena Lüneburger Land" erhalten. Dies empfahl der Kreisausschuss dem Kreistag des Landkreises Lüneburg in der vergangenen Woche in seiner ersten Sitzung nach der Sommerpause. Bislang war stets das Unternehmen FKP Scorpio aus Hamburg vom Landkreis favorisiert worden. Der Kreistag soll am 24. September endgültig grünes Licht für den Betreibervertrag geben. Danach kann der Vertrag unterzeichnet werden, teilte der Landkreis mit. 

Auf die europaweite Ausschreibung des Arena-Betriebs hatte der Landkreis zum Abgabetermin am 6. August 2018 ein Angebot erhalten, nämlich das der Campus Management GmbH. Das Unternehmen FKP Scorpio hatte demnach offenbar kein Angebot mehr abgegeben. Das Rechnungsprüfungsamt habe das Campus-Angebot geprüft und als wertbar eingestuft, erklärte der Landkreis. Das Unternehmen bringe jahrzehntelange Erfahrung in der Veranstaltungsorganisation mit – unter anderem durch den Betrieb der Vamos-Kulturhalle und der Ritterakademie – und sei regional sehr gut vernetzt. Der Vertrag soll zehn Jahre gelten, die Campus Management GmbH zahlt dem Landkreis eine Pacht.

Auch die Vorbereitungen für den Bau der Halle an der Lüner Rennbahn gehen weiter. Der Landkreis rechnet weiterhin Anfang 2020 mit der Fertigstellung. Die Baukosten werden derzeit auf 12 Millionen Euro netto geschätzt. Vor einem Jahr gab der Landkreis die Netto-Kosten noch mit 10,8 Millionen Euro an, davon will die Stadt Lüneburg 6 Millionen Euro übernehmen (LGheute berichtete).

Im September 2018 sollen die bepreisten Leistungsverzeichnisse und gut einen Monat später dann die Ausschreibungsergebnisse vorliegen. Bei passendem Wetter könnten die Bauarbeiten noch in diesem Jahr beginnen, ließ die Pressestelle wissen.