Erika Romberg wirft ihren Hut in den Ring – Weitere Kandidaten der Grünen möglich

Erika Romberg will für die Grünen bei der Wahl zum Landratsamt antreten. Foto: GrüneLüneburg, 09.02.2019 - Erika Romberg will für die Grünen bei der Wahl um das Landratsamt des Landkreises Lüneburg antreten. Das gab der Kreisvorstand der Grünen vor wenigen Tagen bekannt, der die Kandidatur der in der Region bislang eher wenig bekannten Erika Romberg unterstützt. "Wir sprechen aber keine Wahlempfehlung für unsere Mitglieder aus. Das widerspricht unserem Selbstverständnis. Bei uns gilt seit Gründungstagen: Basis ist Boss", sagt Kreissprecherin Andrea Glass.

"Es ist eine sehr schöne  Aufgabe, den großen und vielfältigen Landkreis Lüneburg weiterzuentwickeln. Seine Unterschiedlichkeit bietet viele Chancen, die sozialen, ökologischen und ökonomischen Herausforderungen des demographischen Wandels oder die Folgen des Klimawandels zu meistern und die neuen Möglichkeiten der Digitalisierung von Leben, Arbeit und Mobilität zum Wohle der Bürger*innen zu nutzen", erklärt Erika Romberg bei ihrer Vorstellung auf der Kreisvorstandssitzung.

Erika Romberg ist bei den Grünen seit vielen Jahren aktiv. 1986 trat sie der Grün-Alternativen Liste (GAL) in Hamburg bei, zog mit dem Schwerpunkt Energie und Atom in die Bürgerschaft ein und war später auch im Landesvorstand aktiv. Als Beamtin der Baubehörde betreute Erika die Konzepte und Fördermittel zur Realisierung rationeller Energieversorgungskonzepte für die Krankenhäuser und Universitäten des Landes.

Anschließend zog es sie nach Berlin. 1990 wurde Erika Romberg zur Baustadträtin des Bezirks Kreuzberg gewählt, 1992 bis 1996 auch zur stellvertretenden Bürgermeisterin. Danach wechselte sie als technische Beraterin zu einer Ingenieurgesellschaft. Nach einem kurzen Intermezzo als Staatssekretärin der Senatorin für Wirtschaft und Technologie 2001 – 2002 war sie Geschäftsführerin einer Kommunalen Entwicklungsgesellschaft im Umland von Berlin.

Seit 2010 ist Erika Romberg für das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung tätig. Dort leitet sie das Referat für Baucontrolling, Kostenerstattung der Bundesländer und Sonderprogramme. Als Diplom-Ingenieurin des Maschinenbaus der RWTH Aachen und  mit der zweiten Staatsprüfung des höheren technischen Verwaltungsdienstes verfügt sie über Kenntnisse im Bauwesen. 

"Mein eindrücklichstes Erlebnis war Silvester im Jahr des Mauerfalls, dass wir im Amt Neuhaus feierten. Dass zum Landkreis Lüneburg das Amt Neuhaus und beide Seiten der Elbe gehören, ist ein großer Gewinn für den Landkreis!“, sagt Romberg.

Kreissprecher Claus Poggensee betont: "Für weitere Bewerber und Bewerberinnen besteht noch die Möglichkeit, ihre schriftliche Bewerbung bis Sonntag, 10. Februar, 20 Uhr, abzugeben. Diese wird dann zusammen mit den Unterlagen zur Wahl-/ Kreismitgliederversammlung am 11. Februar an die Mitglieder versandt. Auch eine spontane Bewerbung bei der Wahlversammlung am 27. Februar ist selbstverständlich nach wie vor möglich."