Der Kreistag berät über die künftige Betriebsgesellschaft für die Arena

Für den Betrieb der künftigen Veranstaltungshalle soll nun ein neues Betreibermodell gefunden werden. Grafik: Landkreis LüneburgLüneburg, 01.02.2020 - An der Arena Lüneburger Land wird zwar derzeit kräftig gebaut, doch es gibt noch eine andere Baustelle, die den Kreistagsabgeordneten Kopfzerbrechen bereitet: Wer soll der Betreiber werden? Bleibt es bei der bisherigen Regelung, wonach der Betrieb komplett in die Hände eines Unternehmens gelegt wird – dazu gibt es bereits Verträge mit dem Lüneburger Unternehmer Klaus Hoppe –, oder soll der Landkreis selbst eine eigene Betriebsgesellschaft gründen? Dadurch wäre der Vorsteuerabzug und damit eine Kostensenkung bei Bau und Betrieb möglich, allerdings fielen dafür an anderer Stelle Kosten an. 

Um dieses Thema ging es bei einer gemeinsamen Sitzung der Kreistagsfraktionen gestern Nachmittag in der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Scharnebeck. Dabei informierte die Kreisverwaltung die Abgeordneten über eine Alternative zum bisherigen Vertragsmodell. "Mir war es wichtig, die Fraktionen heute gemeinsam mit dem Projektsteuerer umfassend zu informieren“, sagte Landrat Jens Böther nach der Sitzung. "Mein Eindruck: Die Vorteile des neuen Modells wurden ganz überwiegend erkannt."

Einen Beschluss könnte der Kreistag in seiner nächsten Sitzung am 24. Februar treffen. "Bis dahin haben wir Zeit, alle offenen Fragen zu klären", sagt Kreisrätin Sigrid Vossers, die für die Vertragsangelegenheiten rund um den Arena-Betrieb verantwortlich ist. Sollte sich der Kreistag für das neue Modell entscheiden, müsste der gültige Vertrag aufgelöst, eine Betriebsgesellschaft eingerichtet und die Dienstleistung neu ausgeschrieben werden. "Wir als Landkreis wollen weder für den Verkauf der Bratwürste noch für die Showstars sorgen", erklärte Böther. 

Ziel sei es, dass im Mai 2020 das neue Betriebsmodell steht, damit alle Beteiligten Planungssicherheit erhalten und der Betrieb der Veranstaltungshalle rechtzeitig starten kann.

Interessant dürfte werden, welche Entschädigungssummen der Landkreis auf den Tisch legen muss, wenn der bereits bestehende Betreibervertrag mit Klaus Hoppe aufgelöst wird.

 

"Wir als Landkreis wollen weder für den Verkauf der Bratwürste noch für die Showstars sorgen."

Jens Böther, Landrat