Neuer Pachtvertrag für den Luftsportverein Lüneburg war Thema beim Runden Tisch im Rathaus

Kann sich nach dem erfolgreichen Bürgerentscheid für die Verlängerung des Pachtvertrags zwischen Stadt und Luftsportverein Lüneburg (LVL) entspannt zurücklehnen: der LVL-Vorsitzende Richard Meier. Foto: LGheuteLüneburg, 11.07.2020 - Zu welchen Konditionen kann der Luftsportverein Lüneburg (LVL) den Flugplatz Lüneburg nach dem erfolgreichen Bürgerentscheid weiter nutzen? Darum ging es bei einem ersten Treffen am 9. Juli im Rathaus der Stadt. Zu dem Runden Tisch hatte Oberbürgermeister Ulrich Mädge eingeladen. Mit am Tisch saßen Richard Meier, Vorsitzender des LVL, der Landkreis Lüneburg, die Bürgerinitiative gegen Fluglärm und Vertreter der Ratsfraktionen.

Konkret ging es bei dem Gespräch um die Ausgestaltung des neuen Pachtvertrags zwischen Stadt und LVL. Zuklären sind dabei insbesondere die künftige Pachthöhe für die Nutzung der 20 Hektar großen Fläche im Osten Lüneburgs, die Flugzeiten, die Anzahl und die Richtung der Starts und Landungen der Mororflieger sowie der Landschaftsschutz.

Bei dem Runden Tisch sei es vor allem darum gegangen, vor den eigentlichen Pachtverhandlungen Wünsche und Vorstellungen aller Beteiligten auszutauschen und sich ein Bild von der Interessenlage zu verschaffen, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt. Zugleich wurden das weitere Vorgehen und ein Zeitplan für die Ausgestaltung des Vertragsentwurfs festgezurrt.

◼︎ Gutachter soll Pachtpreis festlegen

Auf Vorschlag der Verwaltung wird die Verwaltung der Hansestadt in einem ersten Schritt gemeinsam mit einem externen Gutachter den Wert der Fläche ermittelt und einen Pachtpreis festlegt. Anschließend soll eine Rechtsanwaltskanzlei basierend auf den Vorstellungen und Wünschen aller Beteiligter einen ersten Entwurf für den Pachtvertrag vorlegen. "Ziel ist es, dass dieser Entwurf nach den Sommerferien vorliegt", sagte Oberbürgermeister Ulrich Mädge nach dem Treffen. Dann soll der Runde Tisch erneut zusammenkommen, um den Entwurf zu diskutieren. Zuletzt muss der Rat über den Vertrag entscheiden.

Hintergrund für die Verhandlungen ist der erfolgreiche Bürgerentscheid des Luftsportvereins Lüneburg. Entgegen dem Ratsbeschluss, den Pachtvertrag für den Flugplatz nicht zu verlängern, hatten die Bürger am 14. Juni beim ersten Bürgerentscheid in der Hansestadt für eine Verlängerung des Pachtvertrags gestimmt (LGheute berichtete). Da der aktuelle Vertrag zum Oktober ausläuft, müsse es das Ziel sein, einen neuen Pachtvertrag im Oktober im Rat zu beschließen. Dies habe Mädge gleich zu Beginn des Runden Tisches geäußert.

Richard Meier, der im Vorfeld des Treffens ein Arbeitspapier mit den Verhandlungspositionen des Luftsportvereins an alle Beteiligten des Runden Tisches geschickt hatte, habe zum Ende der Zusammenkunft betont, dass der Vertrag "auf Augenhöhe" zwischen allen Parteien auszuhandeln werden müsse. "Alle Seiten werden sich hier bewegen müssen", wird Meier zitiert.