Landkreis fordert Hannover zum zügigen Ausbau der Bahnverbindung Lüneburg-Dannenberg auf

Romantisch, aber nicht häufig genug: der Erixx auf der Strecke Lüneburg-Dannenberg. Foto: LGheuteLüneburg, 29.05.2022 - Wer sein Ziel nicht allein erreichen kann, holt sich gern Verstärkung. Das dachte sich auch der Landkreis Lüchow-Dannenberg und bat den Landkreis Lüneburg bei der Verbesserung der Bahnverbindung Lüneburg-Dannenberg um Unterstützung. Die Lüneburger ließen sich nicht lange bitten und halfen mit einer Resolution.

Einstimmig beschloss der Ausschuss für Mobilität des Landkreises Lüneburg per Resolution, das Land Niedersachsen aufzufordern, die bereits begonnenen Planungen zur Verbesserung der Bahnverbindung Lüneburg-Dannenberg wieder aufzunehmen. Der Landkreis Lüchow-Dannenberg hatte seinerseits bereits eine Resolution verabschiedet.  

Verbessert werden soll der Ausbau der Bahnstrecke mit dem Ziel, die Taktung deutlich zu verbessern. Denn die Strecke ist derzeit niedersachsenweit die einzige täglich im Schienen-Personennahverkehr betriebene Linie, die nicht mindestens im 2-Stunden-Takt bedient wird. Nach dem erfolgten Ausbau könne die Fahrzeit dann von 67 auf 51 Minuten reduziert und mit einem Fahrzeug ein 2-Stunden-Takt realisiert werden, heißt es in der Resolution. 

"Unser Nachbarlandkreis ist in der Verkehrsinfrastruktur deutlich benachteiligt", sagt Jürgen Krumböhmer, Erster Kreisrat des Landkreises Lüneburg. "Wir möchten unsere Solidarität ausdrücken, haben aber auch selbst Interesse an der Verbindung, da viele Berufstätige und Berufsschüler zu uns pendeln. Es ist, wie die Reaktivierung der Bahnstrecken Richtung Bleckede und Soltau, ein Baustein, mehr Verkehr umweltfreundlich auf die Schiene zu verlagern."

Konkret geht die Forderung an die Landesregierung, an die Landesnahverkehrsgesellschaft und an die DB Netz. Die Planung und der Ausbau der Bahnstrecke Lüneburg-Dannenberg sei deutlich zu beschleunigen und bis Ende 2024 abzuschließen.