Landkreis, 23.05.2012 - Das warme und trockene Maiwetter hat die Waldbrandgefahr im Niedersächsischen Landeswald kritisch ansteigen lassen. Nach den Waldbrandgefahrenstufen des Deutschen Wetterdienstes - 1 gering bis 5 sehr hoch - haben die Werte in der Region teilweise bereits Stufe 5 erreicht. Die Niedersächsischen Landesforsten bitten die Bevölkerung um besondere Wachsamkeit.

Wie die Niedersächsischen Landesforsten heute mitteilten, sind Försterinnen und Förster insbesondere im Flachland Niedersachsens alarmiert. Besonders hoch sei die Waldbrandgefahr in den lichten Kiefernwäldern im Nordosten des Landes, insbesondere in den Landkreisen Lüneburg, Lüchow-Dannenberg und Uelzen.

Bereits mit Erreichen der Gefahrenstufe 3 wurde auch die Waldbrandzentrale in Lüneburg besetzt. In der Zentrale, die ihren Sitz in der Polizeidirektion hat, laufen die Daten und Bilder von 20 Waldbrandüberwachungskameras zusammen. Die hochmodernen Kameras erfassen per Rundumblick das Geschehen in der jeweiligen Region und können Rauchentwicklungen bei Entfernungen von über zehn Kilometern ausmachen. Beobachtet und ausgewertet werden sie von bis zu sechs Personen, die tagsüber vor den Monitoren sitzen und bei Waldbrand die Alarmierung der Einsatzkräfte auslösen.

Die Niedersächsischen Landesforsten bitten die Bevölkerung gerade in diesen Tagen auch um ihre Mithilfe bei der Waldbrandverhütung. Hier sind insbesondere folgende Punkte zu beachten:

  • Kein offenes Feuer im Wald oder in Waldnähe
  • Grillen nur auf freigegebenen Grillplätzen, dazu vorab das örtliche Forstamt fragen
  • Im Wald gilt bis zum 31. Oktober ein allgemeines Rauchverbot
  • Autos mit Katalysatoren nicht über trockenem Gras abstellen
  • Jeden Waldbrand unter der Notrufnummer 112 sofort melden!

Weitere Informationen unter www.landesforsten.de.